Naturheilkunde

 
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DIE HEILPRAKTIKER e.V., Vorstand - Waterloostr. 30 - 81476 München
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Naturheilverfahren von A-Z

 

Heilpraktiker arbeiten in verschiedenen ganzheitlichen Medizinsystemen, wobei eine grobe und nicht vollständige Schätzung ca. 350 Diagnose- Therapieverfahren zählt.

Wir führen ein Therapeutenverzeichnis, in der die Kollegen mit ihren jeweiligen Praxisschwerpunkten aufgeführt sind. Suchen Sie für ein bestimmtes Naturheilverfahren einen Behandler, klicken Sie bitte hier .

Nachfolgend finden Sie eine Auswahl aus dem Schatz der Naturheilkunde und der verschiedensten alternativen Methoden. Wir sind ständig darum bemüht, diese Auswahl zu erweitern.

Wir weisen darauf hin, dass einige Angaben zu der Wirkungsweise und der therapeutischen Wirksamkeit der aufgeführten Diagnose- und Behandlungsmethoden auf jahrelangen Erkenntnissen und Erfahrungen beruhen und teilweise bisher noch nicht anerkannt und wissenschaftlich erwiesen sind. Die Benennung der beispielhaft aufgeführten Anwendungsgebiete stellt kein Heilversprechen oder die Garantie einer Linderung oder Verbesserung aufgeführter Krankheitszustände oder Leiden dar.

Die entsprechenden Beiträge können Sie durch Anklicken ganz einfach ausklappen und durch erneutes Anklicken oder aber durch Ausklappen eines anderen Punktes wieder einklappen.

 
1Aderlass - Ausleitungsverfahren

Der Aderlass ist eine Methode, dem Körper Blut zu entziehen, wobei aus einer Vene in der Armbeuge mit einer Spritze oder Aderlasskanüle Blut entnommen wird (je nach Konstitution des Patienten 50–500 ml).

Durch diese Heilmethode kann ein therapeutischer Effekt bei Schlaganfall, Blutdruckerhöhung, allen Erregungszuständen, Nervenerkrankungen sowie Migräne, Asthma, Nierensteinleiden, Harnvergiftungen und klimakterischen Beschwerden erzielt werden.

2Akupressur - Manuelle Therapie

Bei der Akupressur werden keinerlei Instrumente für die Einwirkung auf Punkte oder Zonen benutzt, sondern nur die Finger.

3Akupunktur - Umstimmungs- und Regulationsverfahren

Die klassische chinesische Akupunktur ist eine Reflextherapie, wobei sterile Nadeln an genau festgelegten Hautpunkten, die spontan- oder druckschmerzhaft sein können, eingestochen werden. Die 5-Elementen-Lehre bzw. die Lehre von den Entsprechungen gibt den historisch-philosophischen Hintergrund wieder, der die Grundlage für die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) bildet. Die Meridiane, d. h. 12 Haupt- und 8 Sondermeridiane, werden als ein System von Orientierungslinien für Akupunkturpunkte aufgefasst. Dabei entsprechen die Meridiane gemäss den Lehren der TCM Kanälen, in denen Qi (Energie, Funktion) und Xue (Blut) in einem bestimmten Rhythmus fließen. Bei Störungen dieses Flusses kommt es zu Krankheitserscheinungen. Insgesamt 361 Akupunkturpunkte liegen auf den Meridianen. Ihre Nummerierung entspricht der Flussrichtung von Qi. Die Punkte werden als Reflexgebiete innerer Strukturen angesehen.

Die Akupunktur wird bei funktionellen, rückbildungsfähigen Erkrankungen oder Störungen wie Schmerzsyndromen, Lähmungen, allergischen Erkrankungen, vegetativen Störungen und Hauterkrankungen eingesetzt.

4Akupunktur nach Master Tong - Umstimmungs- und Regulationsverfahren

Der chinesische TCM-Arzt Master Tong Ching Chang (1916-1975) modifizierte eine aus Taiwan stammende Ganzkörper-Akupunkturtechnik der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), die durch einige Besonderheiten gegenüber der TCM Vorteile aufweist.

5Amalgam-Ausleitung - Arzneitherapie

Siehe Chelat-Therapie

6Antlitzanalyse - siehe Antlitzdiagnose

Eigentlich besteht eine Analyse aus der rein faktischen Erfassung der Bestandteile oder Eigenschaften von Objekten, die einander nach bestimmten Kriterien zugeordnet werden – wohingegen eine Diagnose die Feststellung oder Bestimmung einer Krankheit ist.
Da im Bereich der Heilkunde der mögliche Krankheitsaspekt im Vordergrund steht, hat sich hier der Begriff Antlitzdiagnose eingebürgert.

7Antlitzdiagnose - Diagnoseverfahren

Durch sehr genaue Betrachtung des Gesichtes (Antlitz) des Patienten (Verfärbungen, Falten, Hautbeschaffenheiten, Pickel usw.) kann der Therapeut Hinweise auf eventuell vorliegende Erkrankungen bekommen. Schon in den Schriften von Aristoteles (384 v.Chr. – 322 v.Chr.) finden sich Beschreibungen der Zusammenhänge von Aussehen zu vermuteten Fähigkeiten und versteckten Krankheiten von Menschen.
Giovanni Battista della Porta (1535-1615) fasste das damalige Wissen darüber in seinem Werk „De humana physiognomina (1586)“ zusammen. Auch Heinrich Schüssler (1821-1898) und später seinem Schüler Kurt Hickethier (1891-1958) fielen entsprechende Zusammenhänge auf. Carl Heinrich Conrad Huter (1861-1912) machte eigene Erfahrungen, die er in seinen Werken als Psycho-Physiognomik bezeichnete. Unabhängig davon beobachtete Natale Ferronato (geb. 1925), der als Kind oft zusammen mit seiner als Landkrankenschwester tätigen Mutter unterwegs war, Zusammenhänge zwischen Eigenschaften des Gesichts von Patienten und deren Erkrankungen.
Später knüpfte er an die Erkenntnisse von Huter an und gründete 1993 in Zürich eine Heilpraktikerschule, die er 2007 aus Altersgründen wieder schloss. Dort lehrte er Pathophysiognomik und befasst sich inzwischen mit Phytotherapie.

8Aromatherapie - Energetische Therapie
Die positive Wirkung aromatischer Öle und Essenzen sowohl auf physische wie auf psychische Probleme verschiedenster Art ist schon lange bekannt. Die Anwendungsmöglichkeiten sind überaus vielfältig und reichen über Essenzen für Fitness, Gesundheit, Kraft, Vitalität, Jugend und Schönheit bis hin zur heilenden Wirkung der Düfte.
9Atemtherapie - Körpertherapie, übendes Verfahren

Die psycho-physische Atemtherapie nach Ilse Middendorf (1910–2009) beschränkt sich nicht auf den körperlichen Teil der Atmung, sondern wendet sich an den Menschen als Ganzes mit seinen inneren und äußeren Beziehungen, auf die er unterschiedlich reagiert. Diese Beziehungen sind beim kranken Menschen gestört. Im Atemerleben liegt die Möglichkeit für ganzheitliches Erleben, womit bewusst Anschluss an die Selbstheilungskräfte gefunden werden kann.

Dieses Behandlungsverfahren empfiehlt sich bei psychosomatischen Störungen mit organbezogenen Symptomen, bei Erschöpfungszuständen, Allergien, Erkrankungen des Bewegungsapparats, Schlafstörungen, Migräne, zur Mobilisierung und Vitalisierung sowie zur Geburtsvorbereitung.
10Atlaslogie - Manuelle Therapie

Die Atlaslogie ist eine von Walter Landis im Jahre 1994 in der Schweiz aus der Taufe gehobene Weiterentwicklung der Vitalogie. Dabei wird der aus seiner zentrierten Lage herausgerutschte Atlas genannte oberste Halswirbel durch einen feinenergetischen Impuls wieder richtig positioniert.

11Ausleitungsverfahren

Ausleitende Therapieverfahren blicken auf eine lange Tradition zurück und werden zur Ausscheidung von Schad- und Giftstoffen sowie Stoffwechselschlacken aus dem Körper benutzt. Zu den Ausleitungsverfahren gehören unter anderem Aderlass, Blutegelbehandlung, Schröpfen, Baunscheidt-Verfahren, Cantharidenpflaster, aber auch Heilfasten und Arzneipräparate.

12Autogenes Training - Entspannungstherapie, übendes Verfahren

Das Autogene Training dient der konzentrativen Selbstentspannung. Bei einer Haltung des Loslassens und Geschehenlassens mit Konzentration auf prägnante Übungsformeln sollen Entspannung und Erholung, Selbstruhigstellung, Sensibilisierung für Körpersignale, Leistungssteigerung, Schmerzbeeinflussung und Selbstbestimmung erreicht werden. In der Grundstufe werden 6 Übungen (Schwere-, Wärme-, Herz-, Atem-, Sonnengeflechts- und Stirnkühleübung) durchgeführt. Durch formelhafte Vorsatzbildung kann die Grundstufe erweitert werden. In der Oberstufe können während eines tiefen Versenkungszustandes innere Bilder mit Beziehung zum Unbewussten erlebt werden.

Das Autogene Training kann sowohl zu ganz allgemeinen Zwecken als auch zur Behandlung spezifischer psychosomatischer Störungen eingesetzt werden.

13Autosuggestion und Affirmation nach Coué

Mit Hilfe klar gesprochener Worte – d.h. dem Rezitieren von erarbeiteten "positiven" Sätzen und Gedanken können gesundheitlich positive Wirkungen erzielt werden. Diese Methode hat der französische Apotheker Emile Coué (1857-1926) begründet und ihr den Namen Bewusste Autosuggestion gegeben.

14Bachblütentherapie - Energetische Therapie
Die Bach-Blütentherapie, geschaffen von dem englischen Arzt Edward Bach (1886–1936), gilt als Erweiterung der klassischen Homöopathie und dient zur Behandlung akuter und chronischer psychosomatischer Erkrankungen. Die 38 verschiedenen Bach-Blüten sind energetisierte und homöopathieähnliche Aufbereitungen der einzelnen Blüten von wild wachsenden Pflanzen und Bäumen. In der Bach-Blütentherapie sind die seelischen Symptome ausschlaggebend, welche die 38 typischen Verhaltensmuster und negativen Seelenzustände widerspiegeln. Bei einer Disharmonie zwischen dem inneren „göttlichen“ Wesen des Patienten und seinem täglichen Verhalten kommt es auf Dauer zur Erkrankung. Die Bach-Blütentherapie bewirkt die Reharmonisierung disharmonischer Reaktionen des Patienten und setzt blockiertes seelisches Energiepotenzial frei.
15Balneotherapie - Physikalische Therapie
Die Balneo- bzw. Bädertherapie gehört zu den physikalischen Therapien und ist die Behandlung mit Heilwässern wie Meer-, Chlorid-, Schwefelwasser u. a. sowie mit Heilpeloiden wie Moor, Schlamm, Kalk, Heilerde, Ton, Sand u. a. in einem Kurort.
16Baunscheidt-Verfahren – Ausleitungsverfahren
Der von Carl Baunscheidt (1809–1874) begründete Baunscheidtismus ist eine Hautnadelung mittels eines Instruments, dessen feine Nadeln ein bis zwei Millimeter in die Haut eindringen („Lebenswecker“). Dieser Hautreiz bewirkt eine Steigerung der Nerventätigkeit, eine Anregung des krankhaft verlangsamten Stoffwechsels und des gestörten Zelllebens und bezweckt die Wiederherstellung der normalen Organtätigkeit. Die Nadelung wird durch das spezielle Baunscheidtöl noch gesteigert. Die Folgen der Behandlung sind ein angenehmes Wärmegefühl, beschleunigter Blutumlauf, stärkere Hautausdünstung sowie abnehmende Schmerzen und besserer Schlaf. Insbesondere rheumatische und neuralgische Leiden können hiermit therapiert werden.
17Bewegungstherapie - Physikalische Therapie
Zur Bewegungstherapie gehören Verfahren wie Krankengymnastik, Sporttherapie und Muskelentspannungen als vorbeugende und rehabilitative Maßnahmen.
18Bewusste Autosuggestion

Siehe Autosuggestion und Affirmation nach Coué

19Biochemische Mittel nach Dr. Schüßler - Therapie mit potenzierten Mineralsalzen

Zufuhr biochemischer Salze in homöopathischer Potenzierung zur Regulierung der Resorption und Verwertung der Nahrungsstoffe und des gesamten Stoffwechsels.

Die von dem Homöopathen Wilhelm Heinrich Schüßler (1821–1898) ausgewählten 12 einfachen Basissalze kommen als normale Bestandteile des menschlichen Körpers vor. Die Salze wirken in ihrer hoch verdünnten Form als eine Art Vermittler, die tief greifenden Einfluss auf Stoffwechsel, Gewebeaufbau und Innervation des Körpers ausüben. Dadurch können viele akute und auch chronische Krankheiten günstig beeinflusst werden.

20Bioidentische Hormontherapie - Arzneitherapie

Siehe "Hormontherapie - bioidentische - Arzneitherapie"

21Bionomie - Manuelle Therapie

Siehe "Ortho-Bionomy - Manuelle Therapie"

22Bioresonanztherapie - Energetische Gerätetherapie

Bei der Bioresonanztherapie, einer energetischen Behandlungsmethode, werden die Frequenzen des menschlichen Organismus mittels eines elektronischen Gerätes beeinflusst. Die eigenen Schwingungen werden dem Körper in modifizierter Weise wieder zugeführt. Krankhafte oder disharmonische Frequenzen werden invertiert und damit im Körper gelöscht. Gesunde oder harmonische Schwingungen können verstärkt werden. Die Grundlagen der Bioresonanztherapie beruhen auf quantenphysikalischen Gesetzen und Erkenntnissen der Akupunktur.

Die Methode kann angewendet werden bei Allergien, Schmerzzuständen, Verletzungen, Immunschwäche, Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises, Atemwegs- und Magen-Darm-Erkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Erkrankungen des Lymphsystems, Diabetes, Erkrankungen des Urogenitaltrakts, Schlafstörungen, Migräne, zur Narbenentstörung und zur Entgiftung.

23Blutegelbehandlung – Ausleitungsverfahren

Durch das Setzen von Blutegeln wird die Blutzirkulation verbessert, der Säftefluss beschleunigt und entzündliche Flüssigkeitsansammlungen können schneller abfließen. Im Speichel der Tiere sind u. a. Hirudin und Heparin enthalten, welche die Blutgerinnung fördern. Pro Behandlung werden in der Regel 4 bis 8 Tiere angesetzt, wovon jeder Blutegel etwa 15 ml Blut saugt und ca. 50 ml durch die Nachblutung der einzelnen Bissstelle verloren gehen. Nach 15 bis 45 Minuten fallen die Blutegel von selbst ab. Die Nachblutung, bei der ständig etwas Blut und Lymphe austritt und die nicht unterbrochen werden sollte, dauert zwischen 5 und 8 h.

Vor allem bei Stoffwechselstörungen, Arteriosklerose, Angina pectoris, Migräne, Bluthochdruck, Thrombosen, Vergiftungszuständen, Lymphstauungen und Krampfadern wird eine Blutegelbehandlung empfohlen.

24Breuß-Massage" - Manuelle Therapie

Siehe "Wirbelsäulentherapie n. Dorn & Breuß-Massage - Manuelle Therapie"

25Cantharidenpflaster – Ausleitungsverfahren

Für das Cantharidenpflaster wird ein Extrakt aus gemahlenen Bestandteilen der spanischen Laufkäferart „Spanische Fliege“ verwendet. Diese Käfer produzieren das Cantharidin, ein starkes Reizgift. Das Cantharidenpflaster wird auf die Haut in der Nähe des erkrankten Organs aufgebracht, wo sie die Durchblutung fördern und den Lymphstrom anregen. Nach 24 h entsteht eine Entzündung in Form einer mit wasserklarer Flüssigkeit gefüllten Blase. Entweder wird die Flüssigkeit mit einer Spritze aufgesogen und dem Patienten wieder injiziert oder es wird die Blasenhaut abgetragen und die Entzündung am Knochen gehalten.

Mittels dieser Methode soll das Entweichen von Krankheitsstoffen erleichtert werden bzw. über die Head-Zonen ein Heilreiz auf das zugehörige Organ ausgeübt werden. Cantharidenpflaster kommen in der Regel bei arthritischen, rheumatischen und neuralgischen Schmerzen zur Anwendung.

26Chakra-Auratherapie - Energetische Therapie

Bei dieser Therapie wird die Heilarbeit über die Chakren und die Aura durch Energieübertragung durch die Hände oder Gedanken durchgeführt. Siehe auch Reiki.
Die Aura ist eine feinstoffliche Hülle, die in mehreren Schichten den gesamten physischen Körper umgibt. Die Chakren sind feinstoffliche Zentren, welche Energiekanäle nach innen und außen darstellen.

27Chelat-Therapie - Arzneitherapie

Die Ursprünge der Chelat-Therapie sind inzwischen über 100 Jahre alt. Der schweizer Chemiker Alfred Werner (1866-1919) entwickelte 1893 die Theorie für die Stoffe, die heute als Chelatverbindungen bekannt sind und erhielt 1913 den Nobelpreis für seine bedeutende Entdeckung. Siehe das Buch von Arline und Harold Brecher: „Gesund und fit ins hohe Alter dank Chelat-Therapie“ , dort steht eine Leseprobe der ersten 98 von 321 Seiten (Verlag CSA (2004), ISBN 3-922 779-29-8)
Die Chelat-Therapie kann besser als irgendeine sonstige Therapie den Körper von potentiell tödlichen Metallgiften befreien (Metallausleitung und Metallentgiftung) und dadurch das Geschenk einer besseren Gesundheit und eines längeren Lebens ermöglichen!
Weiterhin kann die Chelat-Therapie bei einer Reihe anderer Erkrankungen hilfreich sein, welche durch Metalle, bzw. "Freie Radikale" im Körper gefördert werden. Metalle können die Bildung von Freien Radikalen begünstigen. Bei Patienten, welche Amalgam-Füllungen haben oder hatten, ist die Amalgam-Ausleitung mit der Chelat-Therapie sowohl zur Prävention als auch zur Behandlung der daraus entstandenen Erkrankungen besonders angezeigt.

28Chiropraktik – Manuelle Therapie

Bei der von Daniel David Palmer (1845–1913) etwa um 1887 begründeten Chiropraktik werden rückbildungsfähige Funktionsstörungen am Halte- und Bewegungsapparat behandelt. Dazu werden spezielle Handgriffe und Techniken angewendet, um wieder normale schmerzfreie Bewegungen ausführen zu können.

Ergänzend können Entspannungs- und Dehnübungen der Arme und Beine hinzukommen.

29Colon-Hydro-Therapie – Ausleitungstherapie

Die Colon-Hydro-Therapie ist eine Möglichkeit der Darmreinigung und -sanierung. Hierbei wird mittels eines geschlossenen Systems unterschiedlich temperiertes Wasser in den Darm eingeleitet und der gelöste Darminhalt sowie das Wasser über einen Abschlussschlauch ausgeleitet. Zusätzlich kann Sauerstoff über das Wasser zugeführt werden.

Besonders bei gestörtem Stoffwechsel, ungenügender Darmtätigkeit sowie Erkrankungen, die auf einen nicht funktionierenden Darm zurückgeführt werden können, wie Infektionen, Entzündungen, Rheuma, Polyarthritis, Akne, Psoriasis, Bluthochdruck, Migräne, Allergien u. a., kann die Colon-Hydro-Therapie zum Einsatz kommen.

30Dunkelfeldmikroskopie

Bereits kurz nach der Erfindung, bzw. der Weiterentwicklung und Ausreifung des Mikroskops entstand ein neuer Wissenschaftszweig, die Bakteriologie. Schnell kam es zu einer ganzen Reihe von Entdeckungen und man isolierte viele verschiedene Erreger. Über Art und Wesen der gefundenen Erreger entbrannte jedoch – wie in der Medizin bei neuen Entdeckungen üblich – ein Streit. Louis Pasteur (1822-1895) z.B. gehörte zu der Gruppe die die Ansicht vertrat, dass Bakterien eine unveränderbare Form hätten, an der sie jederzeit zu erkennen seien.

Die Meinung der anderen Gruppe war, dass Bakterien ihr Erscheinungsbild durchaus verändern könnten, um sich so immer neuen Umweltbedingungen anzupassen. Eine weitere Meinung war, dass Bakterien, Viren und Pilze unterschiedliche Entwicklungsstufen von Krankheitserregern seien. Nicht zuletzt aufgrund seiner Erfolge bei der Seuchenbekämpfung setzten sich die Erkenntnisse Pasteurs als anerkannte Theorie durch. Es blieb eine lange Zeit unbeachtet, dass die damals eingesetzten Medikamente – Antibiotika der ersten Generation – relativ schnell an Wirkung verloren, wohl aber die gleichzeitig eingesetzten Hygienemaßnahmen den Seuchen ihren Nährboden entzogen.

Die Veränderlichkeit des Aids-Virus sowie die Veränderlichkeit der meisten Bakterien sind heute jedem bekannt. Sie bestätigt, dass der Denkansatz von Pasteur nicht richtig gewesen ist. Die Erreger sind sehr wohl in der Lage, sich neuen Bedingungen anzupassen und oftmals dabei immer gefährlicher werden, da sie immer mehr eine Immunität gegen die eingesetzten Mittel zu ihrer Bekämpfung entwickeln. Gemäß dem Denkansatz von Pasteur versucht man auch heute noch oftmals die einzelnen Erreger mit speziell auf sie zugeschnittenen Antibiotika zu bekämpfen. Das Karussell der Immunität vieler Erreger dreht sich in unserer Zeit jedoch immer schneller. Es ergaben sich aber auch neue Erkenntnisse – leider wie so oft durch negatives Geschehen: Durch die schlechten hygienischen Bedingungen im ersten Weltkrieg brach eine neue Seuche aus, das Fleckfieber. Die Regierung zog zu Forschungszwecken bekannte Biologen und Ärzte zusammen, um der Epidemie Herr zu werden.

Zu der Gruppe der engagierten Forscher gehörte ein wissenschaftlicher Mitarbeiter des zoologischen Instituts in Berlin, Prof. Dr. Günther Enderlein (1872-1968). Ihm gelang 1916 ein wahrer Durchbruch in der Mikroskopie. Er entwickelte die Dunkelfeldmikroskopie, eine spezielle Form der Mikroskopie. Durch diese mikroskopischen Untersuchungen konnte er feststellen, dass sich Kleinstlebewesen mit höher organisierten Bakterien verbinden können. Dieser Vorgang ist unter dem normalen Lichtmikroskop nicht sichtbar. Enderleins Forschungen brachten einen völlig neuen Grundgedanken in die Bekämpfung von infektiösen Krankheiten ein. Seiner Meinung nach bilden sich aus kleinsten Eiweißverbindungen in einer langen Entwicklungskette höher organisierte Lebensformen, wie Bakterien und Pilze. Obwohl der Mensch einen Teil dieser Lebensformen braucht um gesund leben zu können, können durch äußere Einflusse auch krankmachende Lebensformen entstehen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass nach Enderleins Auffassung der Nährboden erst eine Erkrankung möglich macht. Sorgt man für einen stabilen Nährboden, also ein intaktes Immunsystem, (nachzulesen auf unserer Hauptseite) kann sich Krankheit nicht ausbilden. Durch das spezielle Verfahren der Dunkelfeldmikroskopie ist es möglich, eine sich erst entwickelnde Erkrankung schon im Voraus an Veränderungen des Blutes zu erkennen. Eine Behandlung mit zum Teil von Enderlein selbst entwickelten Medikamenten kann das Ausbrechen von Krankheiten verhindern oder im ausgebrochenen Stadium regulierend eingreifen. Zur Herstellung seiner auf den Prinzipien der Homöopathie basierenden Mittel gründete Enderlein die Firma Sanum, die noch heute die Präparate vertreibt.

31Cranio-Sakral-Therapie (CST) – Manuelle Therapie
Mit Hilfe der Craniosakraltherapie können Fehlfunktionen beseitigt und die dem craniosakralen System innewohnenden selbstkorrigierenden Kräfte aktiviert werden. Das Craniosakralsystem setzt sich zusammen aus Schädel (Cranium), Wirbelsäule und Kreuzbein (Sakrum). In diesem System, das von Membranen, der Dura mater (Schutzkapsel), umschlossen ist, befinden sich das Gehirn und das ZNS. Die Membranen schließen ein hydraulisches System der Zerebrospinalflüssigkeit in sich ein, das normalen Druckschwankungen unterliegt. Störungen in ihrer normalen Funktion können die übrigen Funktionen des Körpers, aber auch die Seele, erheblich beeinflussen. Durch das Erspüren und Bewerten des craniosakralen Rhythmus, der Befundaufnahme und über verschiedene Techniken, können derartige Störfunktionen im Kopf-, Becken- und Wirbelsäulenbereich gelöst werden.
32Dorn-Breuß

Kurzform für die manchmal zu lange Bezeichnung einer Kombination. Siehe "Wirbelsäulentherapie n. Dorn & Breuß-Massage - Manuelle Therapie"

33Eigenbluttherapie – Umstimmungstherapie

Die Eigenblutbehandlung ist eine unspezifische Umstimmungstherapie, bei der dem Patienten aus der Vene entnommenes Blut sofort wieder reinjiziert wird. Die Anzahl der Behandlungen sowie die Menge des Eigenblutes hängen von der Schwere des Krankheitsbildes ab, wobei zwischen wenigen Tropfen und 5 ml Eigenblut injiziert werden.

Die Behandlung hat eine Stärkung der Abwehrfunktion des Organismus zur Folge. Sie wird v. a. bei Infektionskrankheiten, Blutvergiftungen, Lungenentzündung, Asthma, Bluthochdruck, Depressionen, Migräne, Neuralgien und Schlaganfällen angewandt.

34Eigenharntherapie – Umstimmungstherapie

Bei der Eigenharntherapie wird menschlicher Urin injiziert, getrunken oder äußerlich angewendet. Auf diese Weise werden dem Organismus Eigenhormone und Antikörper zuführt und die Selbstheilungskräfte aktiviert.

Die Behandlung kann v. a. bei Infektionskrankheiten, Allergien, Hormonstörungen und funktionellen Störungen eingesetzt werden.

35Elektroakupunktur nach Voll – Umstimmungs- und Regulationsverfahren
Bei der Elektroakupunktur nach Voll (EAV) wird mittels eines EAV-Geräts die Messung des elektrischen Hautwiderstands an Akupunkturpunkten vorgenommen. Die Leitfähigkeit des Gewebes erlaubt Rückschlüsse auf den Funktionszustand des entsprechenden Organs. Veränderungen dieser Leitfähigkeit deuten auf krankhafte Entwicklungen im Organismus bereits im Frühstadium hin. Außerdem lassen sich mittels dieser Methode krankheitsauslösende Schadstoffe sowie potenzielle Heilmittel und Medikamente auf ihre spezielle, patientenbezogene Eignung hin austesten. Zur Therapie werden die bei Testung als wirksam bewerteten Heilmittel eingesetzt.
36Elektrosmog-Messungen

Beim Elektrosmog handelt es sich um elektrische und/oder magnetische Felder, die einzeln oder in Kombination auf Lebewesen einwirken. Das Auftreten in inserer immer mehr technisierten Umwelt ist häüfig und vielfältig. Wir Menschen haben keinen Sinn für diese Felder und können sie daher nicht bewußt wahrnehmen. Was wir bemerken ist höchstens ihre sekundäre Auswirkung - wie z.B. die Wärmewirkung bei einer Hochfrequenzbestrahlung, die übrigens auch medizinisch genutzt wird. Noch Anfang dieses Jahrtausends nahm man an, daß etwa 3% unserer Bevölkerung elektrosensibel ist - allerdings mit stark steigender Tendenz und mit sehr hoher Dunkelziffer. Veröffentlichungen von 2006 vermuten sogar bis zu 40% - je nach Lebensumgebung.
Die Elektrosmog-Messung ist daher kein Naturheilverfahren im engeren Sinne, aber erforderlich, um in konkreten Fällen die Gefahrenpotentiale offenzulegen, damit eine Gesundheitsschädigung möglichst vermieden werden kann.

37EMDR - Therapie

EMDR steht für Eye Movement Desensitization and Reprocessing (Desensibilisierung und Verarbeitung durch Augenbewegung)

Es ist eine moderne Behandlungsmethode die von der US-amerikanischen Literaturwissenschaftlerin und Psychologin Francine Shapiro in den USA entwickelte wurde. Am Anfang wurde sie vor allem zur Behandlung traumatisierter Personen eingesetzt. Heute wird sie sehr erfolgreich für ein viel größeres Spektrum an Indikationen (Ängste & Phobien, Schmerztherapie, Sexualstörungen, emotionale Blockaden, Coaching etc.) eingesetzt.
EMDR ähnelt in einigen Punkten hypnotischen Vorgehensweisen und wird deshalb von vielen Hypnotherapeuten mit der Hypnose/Hypnotherapie kombiniert.

Die Wirksamkeit von EMDR ist durch zahlreiche wissenschaftliche Studien belegt und wurde 2006 durch den Wissenschaftlichen Beirat Psychotherapie als wissenschaftlich begründete Psychotherapiemethode anerkannt (z. B. in Gutachten zur wissenschaftlichen Anerkennung der EMDR-Methode zur Behandlung der Posttraumatischen Belastungsstörung, Fundstelle http://www.wbpsychotherapie.de/page.asp?his=0.113.114.115).

38Energetisches Heilen

Energetische Heilweisen haben das Ziel Energieblockaden aufzulösen und Störungen im Energiefeld bzw. der Aura zu korrigieren. Dies stärkt die Selbstheilkräfte des Körpers, was letztendlich zur Heilung führt. Eine frei fließende Lebensenergie ist die Voraussetzung dafür, dass ein Mensch wieder vollständig genesen kann, sowohl auf körperlicher wie auch auf seelischer Ebene. Energetische Heilweisen können mit den verschiedensten anderen Therapien kombiniert werden. Sie sind nebenwirkungsfrei und unterstützen den Menschen während seines Heilungsprozesses.

39Endobionten-Behandlung
Die Behandlungsform beruht auf der Lehre von Prof. Enderlein, wonach Viren, Bakterien und Pilze nur unterschiedliche Entwicklungsstadien eines Parasiten sind. Es ist von dem Entwicklungsstadium des Parasiten abhängig, ob er Krankheiten hervorruft. Ziel der Behandlung ist es, krankhafte Erregerformen zu ungefährlichen Primitivstadien zurückzuführen.
40Enzymtherapie – Orthomolekulare Therapie

Die Enzymtherapie umfasst die Zufuhr von tierischen Enzymen (Trypsin, Chymotrypsin), pflanzlichen Enzymen (Bromelain, Papain) oder Enzymen aus Pilzen (Amylase, Lipase). Die Enzyme wirken vor allem entzündungshemmend, verbessern die Plasmaviskosität. Sie sind, wenn auch verzögert, schmerzlindernd, stärken das Immunsystem, haben eine positive Wirkung auf die Tumorabwehr und besitzen antibakterielle und -virale Wirkung.

Einsatzgebiete der Enzymtherapie sind vor allem chronische Entzündungen, rheumatische Erkrankungen, Gefäßerkrankungen, Viruserkrankungen und die Tumortherapie.

41Erdwahrsager

Siehe "Geobiologische Untersuchungen".

42Ernährungstherapie

Die verschiedenen Ernährungstherapien beruhen in der Regel auf einer Nahrungsumstellung mit Gewichtsreduktion und Entschlackung.

Beispiele für Ernährungsformen:
Mediterrane Ernährung, „Mittelmeerküche“, gekennzeichnet durch reichlichen Verzehr von Obst, (Wild-)Gemüse, Brot, Getreideprodukten, Kartoffeln, Hülsenfrüchten, Nüssen und Samen. Olivenöl ist Hauptlieferant für Fett.

Vollwert-Ernährung mit überwiegend pflanzlicher Ernährungsweise, wobei v.a. wertvolle, frische Lebensmittel verwendet werden.

Hay’sche Trennkost beruht auf der Überlegung, dass eine gesunde Ernährung vom richtigen Verhältnis anorganischer Säuren zu anorganischen Basen der Nahrung abhängt. Daher werden Eiweißmahlzeiten mit Fleisch oder Fisch, Eiern oder Käse von Stärkemahlzeiten mit Kartoffeln, Brot oder Mehlprodukten getrennt. Durch neutrale Nahrungsmittel wie Gemüse, Salate, Quark und Rahm können diese Mahlzeiten ergänzt werden. Vor Beginn der Diätkur wird der Patient drei Wochen lang mit Milch, Gemüse und Obst entsäuert.

43F.X. Mayr-Kur – Ausleitungsverfahren

Die F.X.-Mayr-Kur ist eine sanfte Regeneration für Magen und Darm. Sie gilt als eine der elementarsten Grundregulationstherapien auf dem Gebiet der Naturheilkunde, da sie durch ihre darmreinigenden und –sanierenden Effekte die Regeneration des gesamten Verdauungstrakts fördert und somit eine optimale Gesundheitsbasis für den ganzen Organismus bildet. Vor allem die Bauch- und Darmdiagnostik, die sogenannten Mayr-Bauchtypen, aber auch die Interpretation des Hauttonus und des Bindegewebes liefern viele Informationen über den Vitalzustand eines Menschen.

Zu den wichtigsten Indikationen gehören Magen- und Darmerkrankungen, Stoffwechselstörungen. Blähungen, Verdauungsprobleme, chronische Müdigkeit und Antriebsschwäche, Kopfschmerzen, Hautprobleme sowie Unverträglichkeiten bis hin zu Allergien.

44Feng Shui

Fēngshuǐ (chinesisch 風水 / 风水 ‚Wind und Wasser‘) ist eine daoistische Harmonielehre aus China. Ziel des Feng Shui (Fengshui) ist die Harmonisierung des Menschen mit seiner Umgebung, die durch eine besondere Gestaltung der Wohn- und Lebensräume erreicht werden soll.

Im Westen ist durch die Vermischung einiger traditioneller chinesischer Feng Shui-Grundideen mit Vorstellungen der New Age- und Esoterik-Bewegung ein neues System entstanden, das Feng Shui vorwiegend als Methode zur Harmonisierung von Wohnräumen anwendet. Die in China übliche Praxis, Feng Shui bereits bei der Planung von Bauobjekten zu berücksichtigen, findet im Westen nur vereinzelt Anwendung.

Einbezogen werden z. B. Theorien von Farbgestaltung und dem energetischen Einfluss von Kristallen und Düften. Unter Verwendung von zahlreichen Hilfsmitteln wie Windspielen, Kristallen, Zimmerbrunnen, Goldsteinen, farbigen Stoffen oder Wasserpostern soll der Fluss der Lebensenergie Qi in Wohnräumen regulierbar sein.

Eine Sonderform ist "Feng Shui Qi-Mag nach Prof. Dr. Yes T.Y. Lim".

45Feng Shui Qi-Mag nach Prof. Dr. Yes T.Y. Lim

Hierbei handelt es sich um eine Sonderform des "Feng Shui". Das Anliegen von Prof. Dr. Lim ist es, die Bereiche Gesundheit, westliche Geomantie, und die taoistisch geprägte Philosophie Feng Shui vom Leben in Harmonie und Wohlstand zu einer ganzheitlichen Disziplin zusammenzuführen. Dadurch können wir Menschen uns die natürlichen Energien aus Kosmos (Qi) und Erde (Magnetismus) zunutze machen und unsere Lebensräume mithilfe der 5 Wandlungsphasen und deren dazugehörigen Farben und Formen stärken.

46Farbtherapie – Energetische Therapie
Die Farben und ihre Heilwirkungen auf Körper, Seele und Geist gehören zu den Energien, denen man sich willentlich nicht entziehen kann. Die Wirkung der Farben auf das körperliche und seelische Wohlbefinden ist vielfältig und kann u. a. durch Farbbestrahlung, Farbpunktur, Farbklänge, Farbbrillen, farbige Edelsteine, Farbatmung, Farbvisualisierung praktisch eingesetzt werden. So können die Farben als Energien bewusst und auf individuelle Bedürfnisse abgestimmt genutzt werden.
47Fußreflexzonen-Behandlung

Bei der Fußreflexzonen-Behandlung muß zwischen Fußreflexzonen-Massage und Fußreflexzonen-Therapie unterschieden werden.

Während die Massage-Variante von jedermann mit entsprechenden Kenntnissen angeboten werden kann, darf die therapeutische Behandlung nur von Therapeuten mit Heilerlaubnis (Heilpraktiker, Arzt) durchgeführt werden. Die Methode wird mittlerweile seit über 50 Jahren angewendet.

48Fußreflexzonenmassage

Siehe „Fußreflexzonen-Behandlung“.

49Fußreflexzonen-Therapie - Umstimmungstherapie

Diese stellt eine therapeutische Behandlung dar und darf daher nur von Therapeuten mit Heilerlaubnis (Heilpraktiker, Arzt) durchgeführt werden. Die Methode wird mittlerweile seit über 50 Jahren angewendet.

Die Reflexzonen-Behandlung am Fuß ist eine Umstimmungstherapie, bei der die Reflexzonen am Fuß mittels einer speziellen Grifftechnik - vergleichbar einer Druckpunktbehandlung wie bei der Akupressur - stimuliert werden. Diese Reflexzonen sind Behandlungspunkte, die durch einen elektrobiologischen Reiz – ausgelöst durch die manuelle Behandlung – auf einen bestimmten Körperteil oder auf ein bestimmtes Organ wirken.

Für das Auffinden der einzelnen Zonen bzw. Reflexpunkte wurde von dem amerikanischen Arzt William Fitzgerald (1872-1942) im Jahre 1917 die Grundlage für ein Körper-Zonenraster entwickelt, welches die Zusammenhänge zwischen den Arealen unter den Füßen und den entsprechenden Organen bzw. Körperregionen herstellt. Die Wirkung einer Behandlung dieser Zonen geht über den Körper hinaus und erfasst ordnend den ganzen Menschen – auch auf seiner emotionalen Ebene.

Eine entsprechende Aktivierung der Selbstheilungskräfte kann erreicht werden. Erstverschlimmerungen zu Beginn einer Behandlung sind möglich.

Die reine Fußreflexzonenmassage hat entspannende Wirkung.

Die Fußreflexzonen-Therapie kann vor allem bei funktionellen Organbeschwerden des Verdauungstrakts, des Urogenitaltrakts, der Atmungsorgane, des Nervensystems, des Herz-Kreislauf-Systems, der Haut und bei psychosomatischen Erkrankungen oder bei Migräne eingesetzt werden.

Bekannt ist die Methode „Hanne-Marquardt-Fussreflex®“. Sie wird heute in vielen therapeutischen Bereichen erfolgreich eingesetzt. Ihre Wirksamkeit ist durch Studien nachgewiesen. (Universitäten Jena und Innsbruck).

Die Fußflexzonen-Therapie wird laufend weiterentwickelt. Die einzelnen Zonen wurden in den letzten Jahren präzisiert, die Behandlungsformen weiter optimiert und vor allem verfeinert. So passt sich die Methode an die immer komplexer werdenden Krankheitsbilder an. Sie kann an den vielschichtig erkrankten Menschen unserer Zeit individuell dosiert und mit guten Resultaten durchgeführt werden.

50Gemmotherapie - spezielle Form der Phytotherapie

Bei dieser speziellen Form der Phytotherapie werden für die Arzneien ausschließlich aus Knospen (griech. = gemma), Triebspitzen, junge Schösslinge und wachsende Wurzelfasern verwendet. Diese Gewebe befinden sich in der Vermehrung und sind reich an pflanzlichen Wachstumsfaktoren.

Die Methode basiert auf den Erkenntnissen des belgischen Arztes Dr. Pol Henry und setzt auf die besonders vitalen Kräfte von frischen Knospen.

Gemmotherapeutika können Heilungs- und Regenerationsprozesse bei verschiedenen körperlichen Funktionsstörungen unterstützen.

51Geobiologische Untersuchungen

Schon vor über 4000 Jahren war in der Chinesischen Medizin bekannt, daß es verborgene - d.h. normalerweise nicht sichtbare - Erdstrahlungen gibt, die auf Lebewesen (Menschen, Tiere und Pflanzen) an der Erdoberfläche Einflüsse ausüben. ( Geschichtlicher Überblick ). Menschen, die in der Lage sind, solche Einflüsse festzustellen, nannte man damals Erdwahrsager - heutzutage sind sie unter dem Begriff Rutengänger oder auch Wünschelrutengänger bekannt.

52Gesprächstherapie

In fast allen Formen der Heilkunde bedient man sich der Gesprächstherapie. Carl Ransom Rogers untersuchte in der Mitte des 20-sten Jahrhunderts die grundsätzliche Funktion des Gespräches in einer solchen Umgebung. Richard Bandler und John Grinder entwickelten einen regelrechten Kommunikationsbaukasten, der im NLP eingesetzt wird. In diesem Zusammenhang geht es teilweise um hochkomplizierte Zusammenhänge. Eine wesentlich einfachere Form ist die --> praktische Gesprächstherapie.

53Hanne-Marquardt-Fussreflex® - Umstimmungstherapie

Siehe „Fußreflexzonen-Therapie - Umstimmungstherapie“.

54Hara-Massage - Manuelle Therapie

Bauchmassage, wirkt sowohl auf die Psyche, als auch bei körperlichen Beschwerden wie Krämpfen, Rückenbeschwerden, Verdauungsproblemen entstauend, entkrampfend, lösend.

55Harnschau

Siehe Traditionelle Harnschau

56Heilfasten – Ausleitungstherapie

Das Heilfasten ist ein freiwilliger Nahrungsverzicht über eine gewisse Zeit. Unter das Fasten fallen alle Diätformen, die die Zufuhr von weniger als 500–600 kcal/Tag vorsehen, wie z. B. die Null-Kalorien-Diäten (Wasserfasten, Teefasten) oder die Formen mit geringer Nahrungszufuhr (Schleimfasten, Buchinger-Fasten) u. a.

Das Heilfasten kann bei Fettleibigkeit, Diabetes mellitus Typ 2, Gicht, Fettstoffwechselstörungen, chronischen Lebererkrankungen, Bluthochdruck, arteriellen und venösen Durchblutungsstörungen, degenerativen und entzündlichen Gelenkerkrankungen, Asthma, Heuschnupfen, chronischer Verstopfung sowie chronisch entzündlichen Darmerkrankungen angewendet werden.

57Homöopathie – Arzneitherapie

Die Homöopathie ist eine gezielte und individuelle Arzneitherapie, die auf Anregung der Selbstheilungskräfte des Organismus ausgerichtet ist. Homöopathie bedeutet „ähnliche Krankheit“. Sie geht auf Samuel Hahnemann (1755–1843) zurück, der herausfand, dass Arzneien an Gesunden bestimmte Symptome hervorrufen, die sie bei Kranken wiederum heilen. Grundlage der Homöopathie ist die Ähnlichkeitsregel (Simile-Prinzip), die besagt, dass „eine Behandlung mit demjenigen Arzneimittel, welches beim Gesunden die meisten ähnlichen Symptome erzeugt, in besonderer potenzierter Form verabreicht, die Krankheit zu heilen vermag“ (Simila similibus curentur), § 25 des von Hahnemann geschriebenen „Organon“. Die homöopathische Mittelwahl erfolgt nach auffallenden, in der Anamnese gefundenen Symptomen.

Die Homöopathie kann bei allen funktionellen, psychosomatischen, psychischen, chronisch entzündlichen und degenerativen Erkrankungen sowie bei Infektionskrankheiten eingesetzt werden.

58Homöosiniatrie – Umstimmungstherapie

Homöosiniatrische Punkte sind Hautpunkte, die, ebenso wie bestimmte Akupunkturpunkte, spontan oder auf Fingerdruck schmerzempfindlich sind. Die jeweiligen Punkte entsprechen nach ihrem Entdecker, dem Arzt und Homöopathen August. Weihe (1840–1896), jeweils einem homöopathischen Arzneimittelbild. Die Patienten nehmen das den Akupunkturpunkten entsprechende homöopathische Arzneimittel ein, dazu werden die Punkte angestochen, oder die Akupunkturnadeln werden in das homöopathische Mittel eingetaucht und dem Körper über die Akupunkturpunkte zugeführt. Das Mittel kann auch mit einer Spritze in die entsprechenden Punkte injiziert werden.

Die meisten der bisher ermittelten 482 homöosiniatrischen Punkte liegen auf den Meridianen der chinesischen Akupunktur.

59Hormontherapie - bioidentische – Arzneitherapie

„Die Natur kopieren – aber richtig“ – nach diesem Grundsatz wird bei der bioidentischen Hormontherapie gearbeitet. Alle Hormone unseres Körpers stehen in komplexer Wechselwirkung miteinander! Das fein abgestimmte hormonelle Gefüge steuert aber auch unser Immunsystem und unser Nervensystem.
Jegliche Eingriffe in dieses System müssen deshalb wohl überlegt sein, da geringste Abweichungen große Auswirkungen nach sich ziehen können.
Bioidentische Hormone werden im Unterschied zu künstlichen Hormonderivaten (z.B. Wirkstoffe der Antibabypille) von unserem Organismus als körpereigene Hormone erkannt, da sie in ihrer chemischen Struktur zu 100 % den vom Körper selbst produzierten Hormonen entsprechen. Bei richtig gestellter Diagnose, disziplinierter Anwendung im richtigen Schema und der optimal eingestellten Dosierung, kann der Körper diese naturidentischen Hormone auch optimal verwerten.

Die einzelnen Hormondrüsen (Schilddrüse, Nebennieren, Eierstöcke, Hoden) befinden sich in ständiger Rückkopplung mit der Steuerungszentrale der Hormonkreisläufe im Gehirn, sie bilden ein Hormon-SYSTEM.
Unbedachte Eingriffe in das Zusammenspiel der Hormone können unerwünschte Folgen haben. Da diese Botenstoffe bereits in wenigen Pikogramm (= Billionstel Teil vom Gramm) wirken, müssen die feinen physiologischen Konzentrationen der Hormone und deren Verhältnis zueinander besonders beachtet werden.
Jede hormonelle Substitution muss außerdem mit Rücksicht auf das Reglersystem Hypothalamus und Hypophyse vorgenommen werden, um die körpereigene hormonelle Produktion nicht vollständig zum Erliegen zu bringen. Mit sanften und gezielten Impulsen ist es jedoch möglich, das empfindliche Regelkreissystem schonend und auf natürliche Weise zu regulieren und zu stabilisieren.

Anwendung findet die Hormontherapie bei allen Störungen des körpereigenen hormonellen Gleichgewichts, also vor allem in den Wechseljahren, bei Schilddrüsenerkrankungen, zur Wiederherstellung der natürlichen hormonellen Balance (z.B. nach jahrelanger Einnahme von Kontrazeptiva) bei unerfülltem Kinderwunsch u.a.

60Hydrotherapie – Physikalische Therapie
Die Hydrotherapie ist die therapeutische Anwendung von Wasser als Bad, Saunabad, Guss, Waschung oder Wickel. Die Wirkung ist abhängig von der Stärke des angewendeten Reizes.
61Hypnotherapie – Psychotherapie

Hypnotherapie ist eine Sammlung aus verschiedenen Techniken und Vorgehensweisen, die alle das Ziel haben, eine Trance zu erzeugen und mit deren Hilfe einen bestimmten Effekt im Klienten zu erzeugen. Die moderne Hypnotherapie nach Milton H. Erickson ist lösungs- und ressourcenorientiert, sie beachtet die individuellen Ziele und Wünsche des Klienten und unterstützt diesen beim Erreichen seiner Ziele unter Aktivierung seiner individuellen Ressourcen.

Mit Hypnose können Ursachen körperlicher und seelischer Probleme und Störungen direkt im Unterbewussten angesprochen werden. Dadurch ist eine nachhaltige Verhaltensänderung und Besserung der Symptomatik beim Klienten möglich. Ein Heilungsprozess kann auf allen Ebenen stattfinden.

Hypnotherapie gilt in Deutschland seit 2006 als wissenschaftlich anerkannte Behandlungsmethode in der Psychotherapie (z. B. in Gutachten zur wissenschaftlichen Anerkennung der Hypnotherapie des Wissenschaftlichen Beirats Psychotherapie, Fundstelle http://www.wbpsychotherapie.de/page.asp?his=0.113.122.123).

62Katathymes Bilderleben – Psychotherapie
Die psychotherapeutische Behandlung geht auf den Psychoanalytiker Hans-Carl Leuner (1918–1996) zurück. Er begründete Bilder und Symbole als die Ursprache unserer Seele. Im Katathymen Bilderleben begegnet der Klient im entspannten Zustand seiner inneren Bilderwelt, um Lösungen für Konflikte und Probleme zu finden. Der Therapeut begleitet in ihn durch diese innere Welt, indem er die Symbolik der inneren Bilder erkennt und deutet.
63Kieferbalance / R.E.S.E.T. - Manuelle Therapie

siehe "R.E.S.E.T. Kiefergelenksbehandlung - Manuelle Therapie"

64Kinesiologie – Ganzheitliches Diagnose- und Therapiekonzept

Kinesiologie – Three In One Concept:
Die Angewandte Kinesiologie zielt auf eine ganzheitliche Balancierung von Körper, Geist und Seele (sog. Triadisches System). Mit dem Muskeltest der Angewandten Kinesiologie kann der Körper ohne technische Hilfsmittel befragt werden, was den ganzen Menschen schwächt, wie z. B. negative emotionale Erlebnisse, Krankheitsherde, Allergene u. a., und was den ganzen Menschen stärkt, wie z. B. die optimale Heilmethode, das richtige Heilmittel u. a. Mithilfe der kinesiologischen Techniken kann die Ursache für jede körperliche, geistige und seelische Störung gefunden und ausgeglichen werden.

Kinesiologie – Touch for Health – Gesund durch Berühren:
Hierbei werden verschiedene Muskeln getestet, um Blockaden im Energiesystem des Körpers festzustellen und mithilfe von verschiedenen Techniken aufzulösen.

65Klangmassage - Physikalische Therapie

Hierbei werden Klangschalen auf bestimmte Körperareale aufgesetzt und angeschlagen, um durch die mechanischen Schwingungen das Gleichgewicht im Körper wieder herzustellen.

66Klassische Naturheilverfahren

Darunter werden Behandlungssysteme verstanden, die erstmals von Pfarrer Kneipp (1821-1897) beschrieben wurden. Sie bestehen aus den sogenannten „5 Säulen“

  • Ordnungstherapie (inkl. Entspannungsverfahren)
  • Bewegungstherapie (inkl. Massagen)
  • Hydro- und Thermotherapie
  • Ernährungstherapie
  • Phytotherapie
67Klangtherapie - Physikalische Therapie
Die Klangtherapie ist ein altes Verfahren, das bereits bei Schamanen mit Gesängen, Trommel usw. angewendet wurde. Die heilende Wirkung von Klängen wurde heute wiederentdeckt, wie z.B. durch Klangmassagen, Didgeridoo, Naturgeräusche usw. Zum Teil besteht ein direkter Kontakt der Klanggeräte mit dem Körper, wie bei der Klangmassage.
68Klinische Metallausleitung - Arzneitherapie

Siehe Chelat-Therapie

69Komplexmittel-Homöopathie - Homöopathie

Siehe „Regenaplex-Homöopathie“.

70Koreanische Handakupunktur - Umstimmungs- und Regulationsverfahren

Alle 365 Akupunkturpunkte der TCM zeigen sich laut Forschungen, die Professor Tae Woo Yoo in den 70-er Jahren des 20.Jahrhunderts durchgeführt hat, auch auf unserer Handinnen- und Außenfläche in entsprechenden Arealen. Die in der TCM bezeichneten Meridiane, heißen im koreanischen: Kimek. Bei der Akupunktur werden sehr kleine Akupunkturnadeln verwendet, die millimetergenau mit einem sogenannten Setzgerät nur ca. 2 mm in die jeweiligen Punkte der Kimeks gesetzt werden.

71Lymphdrainage - Manuelle Therapie

Die manuelle Lymphdrainage ist eine spezielle Massagetechnik aus dem Bereich der physikalischen Therapie und dient der funktionellen Unterstützung der Lymphgefäße und der Aktivierung des Lymphflusses. Sie wird mit spiralförmig kreisenden Pumpbewegungen von Daumen und Hand mit einem an- und abschwellenden Massagedruck auf der Haut ausgeführt. Die monotonen und langsamen Bewegungen werden vom Patienten als angenehm empfunden.

Anwendungsgebiete sind rheumatische Erkrankungen, Lymphstau, Unfallfolgen, Hauterkrankungen, Ödeme sowie postoperative Behandlungen zur Regeneration.

72Manuelle Therapie

Die manuelle Therapie dient in der Medizin der Behandlung von Funktionsstörungen des Bewegungsapparats (Gelenke, Muskeln und Nerven). Sie ist der von Physiotherapeuten mit einer speziellen Weiterbildung durchgeführte Teil der Manuellen Medizin mit Untersuchung und Behandlungstechniken.

In alternativmedizinischen Behandlungsformen wird darüber hinaus auch die Behandlung von vielfältigen Beschwerden anderer Körperregionen und von generalisierten Befindungsstörungen als manuelle Therapie verstanden. Von der ärztlichen Manuellen Medizin unterscheidet sie sich darin, dass sie in Deutschland keine ruckartigen Techniken, sog. Techniken mit Impuls (Manipulation) an der Wirbelsäule, anwenden darf, eine klare gesetzliche Regelung fehlt aber.

Zu den verschiedenen Formen der Manuellen Therapie gehören u.a.:

  • Chiropraktik,
  • Cranio-Sacral-Therapie,
  • Lymphdrainage,
  • Massagen(medizinische Massagen)
  • Ortho-Bionomy,
  • R.E.S.E.T. ,
  • Rolfing,
  • Wirbelsäulentherapie nach Dorn und Breuß-Massage.

73Marma-Massage - Manuelle Therapie

Manuelle Therapieform der Traditionellen Indischen Medizin (TIM) – der Ayurveda.
Durch besonders rhytmisierte Streichungen der Energiefelder (Marma) und durch das Drücken besonderer Energiepunkte (Marmapunkte) wird die ayurvedische Therapie unterstützt. Die Massage kann tonisierend oder beruhigend eingesetzt werden. Verwendet wird dabei spezielles Öl, das anhand der Anamnese ausgewählt wird (Vata, Pitta, Kapha).

74Massagen - Manuelle Therapie

Durch Massagen werden Schmerzen und andere Beschwerden am Bewegungsapparat, häufig gekoppelt mit starken psychischen und körperlichen Belastungen, mit den Händen therapiert. Wichtig hierbei ist die Be“hand“lung des Patienten durch persönliche Zuwendung des Therapeuten. Nach Auftragen eines Gleitmittels, um Reibungshitze auf der Haut zu vermeiden, werden verschiedene Massagegriffe angewendet: Streichungen mit hyperämisierender und rückstromfördernder Wirkung. Reibungen zur Hyperämie, Knetungen, Walkungen und Rollungen zur Gewebslockerung und -verschiebung, Vibrationenzur Beseitigung der Dermtonie, Zirkelungen zur Schmerzlinderung.
Durch das kräftige Streichen, Kneten und Reiben werden selbst größere Muskelgruppen wieder geschmeidig weich und gut durchblutet. Der gesteigerte Lymphfluss schwemmt Abbauprodukte aus dem Gewebe.

Für die verschiedensten Arten von Massage – viele davon sind medizinische Massagen, andere reine Entspannungs- und Wellnessmassagen.

Klassische und spezielle Massagetechniken wie beispielsweise manuelle Triggerbehandlung, Kopf- und Gesichtsmassage, Massage von Meridianen und Akupunkturpunkten sowie aromatherapeutische Anwendungen können zu einem sinnvollen Behandlungskonzept miteinander verbunden werden. Neben den herkömmlichen Indikationen bieten sich auch gestörte Energieflüsse und Krankheitsvorbeugung als Indikationen zur Anwendung der Massage an.

Ein kleiner Auszug von Massagearten:

  • TUI-NA,
  • Marma-Massage,
  • Hara-Massage,
  • Lymphdrainage,
  • Wirbelsäulenmassage,
  • Meridian-Massage

75Meridian-Energie-Therapie (M.E.T.) – Psychotherapie
Die Meridian-Energie-Therapie kann schnell, sanft und dauerhaft die Ursache von negativen Emotionen wie z.B. Wut, Ärger, Angst, Schuld, Eifersucht, sowie Erfahrungen, Verhaltens- und Denkweisen auflösen und heilen. Mit dem Beklopfen von 13 speziellen Akupunkturpunkten können die auf den Meridianen „eingefrorenen“ störenden Gefühle aufgelöst werden. Die Methode stammt aus dem wachsenden Bereich der Energetischen Psychologie.
76Meridian-Massage - Manuelle Therapie

Energetische Massage, Behandlung entlang der Meridianverläufe (TCM).

77Metallausleitung - Arzneitherapie

Siehe Chelat-Therapie

78Metallentgiftung - Arzneitherapie

Siehe Chelat-Therapie

79Microkinesi - Therapie

Den vitalen Rhythmus der Zellen durch die Hände des Therapeuten wieder anzuregen - dieser Anspruch steht im Zentrum der ursprünglich in Frankreich um 1984 von dem Physiotherapeuten Daniel Grosjean (geb.1936) und dem Osteopathen Patrice Benini (geb.1948) zusammen mit Biologen, Embryologen und Physikern entwickelten Microkinesi-Therapie. Diese Heilmethode wird auch Microkinesiologie genannt.

Das Gedankengebäude der Microkinesiologen fußt dabei auf der Idee der Hilfe zur Selbsthilfe, da das durch die Therapie angeregte Gewebe aus einem Zustand des "Nicht-Schwingens" in seinen ursprünglichen lebendigen Zustand zurückfindet. Um blockierte Bereiche aufzufinden, nutzt die Microkinesi-Therapie Erkenntnisse aus der Biologie und Embryologie. Wie Leitbahnen nutzt sie die lebenslange verwandtschaftliche Verbundenheit bestimmter Gewebe, um dem Körper genau an der richtigen Stelle einen Impuls geben zu können.

Nähere Informationen finden Sie auf Deutsch einschließlich der Möglichkeit einer Therapeutensuche bei www.microkinesi.de

80Mind-Body-Medicine (MBM)

Dieses ganzheitliches Konzept zielt darauf ab, die in jedem Menschen von Natur aus vorhandenen gesundheitsfördernden Potenziale zu wecken und zu stärken.

Mind-Body-Medizin (MBM) geht auf Arbeiten von Prof. Dr. Herbert Benson und Prof. Dr. Jon Kabat-Zinn zurück und basiert auf wissenschaftlichen Erkenntnissen der Medizin, Neurobiologie und Verhaltenspsychologie.

Ziel ist die nachhaltige Aktivierung der Ressourcen. Indikation sind u.a. chronische, häufig stressinduzierte Erkrankungen.

Zu den einzelnen Therapieformen gehören z.B. Yoga, Qigong, Meditation, achtsamkeitsbasierte Interventionen.

81Mykotherapie - Therapie mit Vitalpilzen

Unter Mykotherapie versteht man die Behandlung von Krankheiten mit Hilfe von Pilzen. Die Therapie mit Heilpilzen hat Ihren Ursprung vor allem in der TCM; dort werden schon seit jeher Pilze für die Gesunderhaltung eingesetzt. Auch in der Mykotherapie wird der Mensch als Ganzes gesehen und es wird angestrebt, die Ursache einer Erkrankung zu erkennen und zu behandeln – dies ist neben der Verringerung der Symptome von zentraler Bedeutung. Und so individuell wie die Ursachen einer Erkrankung sein können, so individuell werden auch die Vitalpilze eingesetzt. Pilze wirken adaptogen (to adapt = anpassen) und können bei einem Ungleichgewicht die Regulationsmechanismen im Körper wieder in Gang setzen. Sowohl das Hormon- als auch das Nerven-System werden positiv beeinflusst und mit Hilfe der Pilze können viele komplexe Abläufe im menschlichen Organismus wieder ins Gleichgewicht – d.h. in Balance – gebracht werden.

Medizinisch wirksame Pilze unterstützen die Entgiftung unseres Körper, können das Immunsystem stabilisieren und zellerneuernd wirken.

82Neuraltherapie

Die klassische Neuraltherapie der Brüder Ferdinand und Walter Huneke ist eine Therapie, bei der durch Injektion von Procain, wobei die Behandlung über die Head-Zonen (Segmente), die kutiviszeralen Reflexwege oder über ein Störfeld (z. B. Narbe, toter Zahn) erfolgen kann, das vegetative Nervensystem gereizt wird und infolgedessen Fernwirkungen im Organismus erzielt werden. Durch den plötzlichen Reiz des Nervensystems kann es zur Ausschüttung und Verarbeitung von Vergiftungsprodukten als Gesamtreaktion des Organismus kommen. Der Therapieerfolg ist weitgehend abhängig vom Setzen der Injektion an den richtigen Ort, wobei die Injektion durch Quaddelung oder durch Infiltration an ein Ganglion im entsprechenden Segmentbezirk des Grenzstrangs erfolgen kann.

Die Neuraltherapeuten sehen das Krankheitsgeschehen als eine Fehlsteuerung im Gesamtorganismus an. Demzufolge können neurovegetative Funktionsstörungen und Organerkrankungen über das Nervensystem durch die Neuraltherapie günstig beeinflusst werden.

Cave
Seit Dezember 2006 gilt für die intravenöse Anwendung von Lidocain und Procain die Verschreibungspflicht. Heilpraktiker dürfen nur noch intrakutane Injektionen in die intakte, gesunde Haut vornehmen.

83Ohrakupunktur – Umstimmungstherapie
Mit der Ohrakupunktur, die von dem französischen Arzt Paul Nogier (1908–1996) wiederentdeckt und weiterentwickelt wurde, steht ein umfangreiches diagnostisches und therapeutisches Werkzeug zur Verfügung. Die Diagnosestellung kann am Reflexfeld des Ohres durchgeführt werden. Die gezielte Schmerztherapie über spezielle Ohrpunkte, die Suchttherapie über Dauernadeln im Ohr und die Erkennung von Therapieblockaden und deren Ausschaltung sind nur einige Möglichkeiten der therapeutischen Anwendung der Ohrakupunktur.
84Ordnungstherapie
Die Ordnungstherapie ist eine der 5 Therapiesäulen von Kneipp und Bestandteil nahezu aller Therapiesysteme. Sie befasst sich mit bewusste Lebensführung, natürlichem Lebensrhythmus, Wechsel von Aktivität und Entspannung. Ihr Ziel ist die Förderung gesunder Ressourcen, Mobilisation von Selbstheilungskräften und die Entwickelung von Strategien zur Krankheitsbekämpfung.
85Organotherapie – Arzneitherapie
Die Therapie mit organohomöopathischen Arzneimitteln nutzt die natürlichen regulatorisch und metabolisch wirkenden organischen Substanzen, um die bei einer Krankheit aus dem Gleichgewicht geratenen Prozesse wieder zu normalisieren. Die paracelsische Regel „Herz heilt Herz, Niere heilt Niere“stellt die Grundlage für die Auswahl der geeigneten Präparate dar. Zu den Wirkmechanismen zählen u.a. die Interferoninduktion sowie die Erhöhung der Hayflick-Zahl in der Zellkultur. Durch eine patentierte Methode ist die Therapie immunologisch nebenwirkungsfrei und sicher in der Anwendung.
86Orthomolekulare Therapie
Therapie mit Präparaten wie hochdosierten Vitamin- und Mineralstoffen, Spurenelementen, Fett- und Aminosäuren, Enzymen (auch Vitalstoffe, Mikronährstoffe genannt).
87Ortho-Bionomy - Manuelle Therapie

Dies ist eine vom Anglokanadier Arthur Lincoln Pauls entwickelte Methode, die seit etwa 1984 auch in Europa angewendet wird. Sie enthält Elemente von Osteopathie, Physiotherapie und TCM.

88Osteopathie - Manuelle Therapie

Die Osteopathie gehört zu den manualtherapeutischen Richtungen der ganzheitlichen Medizin. Das Verständnis des Osteopathen geht davon aus, dass der Bewegungsapparat nicht nur ein mechanisches System ist, das einfach zurechtgerückt werden muss. Vielmehr versucht er, den Patienten in seiner Ganzheit und Vielschichtigkeit zu verstehen, das wechselseitige Zusammenspiel aller Organsysteme zu erkennen und die Ursachenkette der Beschwerden bis zu ihrem Ursprung zu analysieren. Dadurch soll der Organismus seine Autoregulationsfähigkeit und Homöostase wiederherstellen können.

Die kraniosakrale Osteopathie beschäftigt sich vor allem mit der Einheit von Schädel, Wirbelsäule und Becken, die viszerale Osteopathie mit dem Studium der inneren Organe und der dazugehörenden Strukturen.

89Patophysiognomik - siehe Antlitzdiagnose

Natale Ferronato (geb. 1925) überprüfte Teile es von Carl Heinrich Conrad Huter (1861-1912) autodidaktischen Erfahrungsschatzes immer wieder mit klinischen Methoden. Siehe Antlitzdiagnose. Dadurch sind diese Teile inzwischen relativ zuverlässig hinsichtlich der Befunderhebung und eignen sich auf jeden Fall schon für eine präventive Vermeidung von Belastungen während des Genesungsprozesses.
Siehe auch sein Werk: Natale Ferronato: "Lehrbuch und Bildatlas der Pathophysiognomik", Haug Verlag 2008, ISBN 978 383 047 2643

90Phototherapie

Die Phototherapie gehört zusammen mit der Heliotherapie (Helios, gr. = Sonne) zu den medizinischen Behandlungen mit Licht. Die Phototherapie arbeitet mit künstlichen Lichtquellen wie UV- oder Weißlicht-Lampen. Die Heliotherapie nutzt dagegen das natürliche Sonnenlicht. Folgende phototherapeutische Anwendungsgebiete werden unterschieden:

  • Infrarot-Licht: Wärmestrahlung bei rheumatischen Erkrankungen oder chronischen Entzündungen (z. B. Nasennebenhöhlen)
  • Weißes Licht: Bestrahlungen bei Schlafstörungen und Winterdepressionen
  • UV-Strahlung: Hauterkrankungen (Neurodermitis, Schuppenflechte, Akne), Gelbsucht bei Neugeborenen.

Eine Phototherapie im weitesten Sinne ist auch die Anwendung von Lasern, die in den letzten Jahren in vielen Bereichen der Medizin Einzug gehalten hat (zum Beispiel in der Chirurgie, Augenheilkunde, Krebstherapie, bei kosmetischen Behandlungen).

91Physiognomik - siehe Antlitzdiagnose

Die Bestrebungen, aus Eigenschaften des Körpers – insbesondere des Gesichtes - auf weitere menschliche Eigenschaften zu schließen, gehen bis auf die Antike zurück. Siehe Antlitzdiagnose

92Phytotherapie – Arzneitherapie

Bei der Phytotherapie werden Arzneimittel eingesetzt, die aus Pflanzen, Pflanzenteilen, Pflanzeninhaltsstoffen oder deren Zubereitung bestehen. Ihre Wirkung liegt in einer kausalen Behandlung von gestörten Körperfunktionen.

93Praktische Gesprächstherapie

Bei der praktischen (oder auch klienten-zentrierten) Gesprächstherapie nach Carl Ransom Rogers stehen Sie als Mensch im Mittelpunkt und werden vom Therapeuten einfühlsam und wertneutral über einen längeren Zeitraum durch aktives Zuhören unterstützt und begleitet, wenn Sie Probleme mit Stress- u. Sucht-Erkrankungen, depressiven Verstimmungen, Ess-Störungen, Ängsten, Schlafproblemen, Sinnkrisen, Partnerschaftskonflikten, Neuorientierung, Trauer und Einsamkeit sowie Mobbing haben.

94Progressive Muskelentspannung nach Jacobson

Progressive Muskelentspannung/Progressive Muskelrelaxation (PME/PMR), wurde 1908 vom amerikanischen Arzt und Physiologen Edmund Jacobson entwickelt. Es handelt es sich um ein Entspannungsverfahren, bei dem durch die willentliche und bewusste An- und Entspannung bestimmter Muskelgruppen ein Zustand tiefer Entspannung des ganzen Körpers erreicht werden soll.

Es werden nacheinander die einzelnen Muskelpartien in einer bestimmten Reihenfolge zunächst angespannt, die Muskelspannung wird kurz gehalten, und anschließend wird die Spannung gelöst. Die Konzentration des Anwenders wird dabei auf den Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung gerichtet und auf die Empfindungen, die mit diesen unterschiedlichen Zuständen einhergehen. Ziel des Verfahrens ist eine Senkung der Muskelspannung unter das normale Niveau aufgrund einer verbesserten Körperwahrnehmung.

Mit der Zeit soll der Anwender lernen, muskuläre Entspannung herbeizuführen, wann immer er dies möchte. Zudem sollen durch die Entspannung der Muskulatur auch andere Zeichen körperlicher Unruhe oder Erregung reduziert werden können (z. B. Herzklopfen, Schwitzen, Zittern). Darüber hinaus können Muskelverspannungen aufgespürt und gelockert und damit Schmerzzustände verringert werden.

Die Methode der progressiven Muskelentspannung wird häufig im Rahmen einer Verhaltenstherapie eingesetzt, beispielsweise bei der Behandlung von Angststörungen, wo sie im Rahmen einer systematischen Desensibilisierung zur Anwendung kommt. Aber auch bei arterieller Hypertonie, Kopfschmerzen, chronischen Rückenschmerzen, Schlafstörungen sowie Stress lassen sich mit progressiver Muskelentspannung gute Erfolge erzielen.

95Psycho-Kinesiologie – Psychotherapie

Die Psycho-Kinesiologie geht davon aus, dass vielen Krankheiten ungelöste emotionale Konflikten und Traumata aus der Vergangenheit zugrunde liegen. Der Therapeut hat in einer psycho-kinesiologischen Sitzung die Möglichkeit, über den Muskeltest einen Dialog mit dem Unterbewusstsein des Patienten zu führen. Hierbei werden ursprüngliche traumatische Ereignisse, die verdrängt waren, ans Licht gebracht. Durch das Wiedererinnern können sich die damit verbundenen aufgestauten Gefühle des Patienten entladen, und der Ursprungskonflikt kann „entkoppelt“ werden.

96Psycho-Physiognomik - siehe Antlitzdiagnose

Diese Lehre wurde von Carl Heinrich Conrad Huter (1861-1912) begründet und ist bis heute noch nicht schlüssig bewiesen. Da sie aber autodidaktisch erworbenes Erfahrungswissen enthält, die mit dem Gesicht zusammenhängen, hat sie auch in der Antlitzdiagnose ihren Platz gefunden.

97Pulsdiagnose - Fernöstliche Medizin

Durch manuelles Abtasten des durch die Adern fließenden Blutstromes lassen sich durch Bewertung von Rhythmik, Stärke und Qualität der Pulswelle sehr schnell Aussagen über verschiedene Organe oder Funktionskreise (ZangFu) im menschlichen Körper ableiten. Dieses Abtasten erfordert hohe Sensibilität, Übung und Erfahrung. Die in den verschiedenen Medizinsystemen (z.B. Ayurveda, TCM oder Tibetische Medizin) wichtigsten Puls-Taststellen befinden sich an den Handgelenken. Selbst bei Symptomfreiheit läßt sich feststellen, wo momentan die schwächste Stelle im System ist, die ein eventueller Kandidat für präventive Maßnahmen sein könnte.

98QiGong - Fernöstliche Medizin

QiGong (sprich: „Tschi-Gong“) hat im Chinesischen die Bedeutung von Atem, Energie und Fluidum. Man bezeichnet damit eine Sammlung von Körperübungen zur Gesunderhaltung, die unter anderem auch aus den in Klöstern überlieferten Kampfkünsten (Tai Chi) hervorgingen und weiterentwickelt wurden.

99R.E.S.E.T. Kiefergelenksbehandlung - Manuelle Therapie

Der australische Kinesiologe Philip Rafferty hat die manuelle Kieferbalance „R.E.S.E.T“ (Rafferty Energy System of Easing the Temporomandubular-Joint - zu Deutsch: Rafferty-Energie-System für ein lockeres und entspanntes Kiefergelenk) zur Entlastung unserer Kiefergelenke entwickelt. Nach einem bestimmten zeitlichen Ablauf wird ausgleichende Energie mithilfe der Hände in die Kopf- und Kieferregion geleitet. Dies bewirkt die Harmonisierung aller Strukturen im Kopfbereich und die Patienten erleben eine wohltuende Tiefenentspannung im ganzen Körper.

100Regenaplex-Homöopathie - Homöopathie

Hierbei handelt es sich um eine Komplexmittel-Homöopathie, die von Günter Carl Stahlkopf (1818-2000) in der Mitte des vorigen Jahrhunderts entwickelt wurde. Aus den über 3500 Homöopathischen Einzelmitteln mit ihren zahlreichen Potenzierungen, mit denen sich ein klassischer Homöopath herumschlagen muß, schuf er aus Mitteln mit ähnlichem Zielbereich und deren Arbeitsweise ergänzenden Mitteln Zusammenstellungen, so daß sich ein heutiger REGENA-Therapeut nur noch mit um die 300 Komplexmitteln befassen muß.

101Reiki

Der japanische Mönch Mikao Usui (1865-1926) stieß im März 1922 auf eine Methode, sich mit der Universellen Lebensenergie zu verbinden, die dem japanischen Wort Reiki entspricht. Dabei fließt Reiki als natürliche Kraft in konzentrierter Form durch die Hände des Reiki-Gebenden. Beim Empfangenden kann es körpereigene Selbstheilungskräfte regenerieren, eine reinigende Wirkung, Entspannung und den Abbau von Streß zu fördern. Es gibt dem Empfänger geistiges, physisches, emotionales und spirituelles Gleichgeweich und Harmonie. In einigen Büchern wird auch berichtet, es handele sich um eine in alten tibetanischen Schriften wiederentdeckte Methode.

Die mit Reiki verbundenen fünf Lebensregeln lassen einen Einblick in den immer noch aktuellen Bezug zum täglichen Leben erkennen:

  • Gerade heute will ich dankbar sein
  • Gerade heute will ich mich nicht sorgen
  • Gerade heute will ich nicht zürnen
  • Gerade heute will ich redlich arbeiten
  • Gerade heute will ich alle Wesen lieben und achten

Auch folgender - zur Reinigung verwendbare Spruch - wirkt manchmal Wunder: Ich erkenne den wahren Wert einer positiven Lebenseinstellung und kreative Ideen fließen in mein Leben.

Zur näheren Information kann das Buch von Paula Horan: "Die Reiki Kraft", "Das Handbuch für persönliche und globale Transformation", Verlag Wildpferd, 189 Seiten, 17 Abbildungen, 10. Auflage 1995, ISBN 3-89385-049-X empfohlen werden.

102Roeder-Behandlung – Ausleitungsverfahren
Das nach dem deutschen Arzt Heinrich Roeder (1866–1918) benannte Roedern ist eine Methode der Mandelabsaugung mittels gläsernem oder metallenem Saugkopf. Bei entzündlichen Prozessen werden die Mandeln und die Nasenschleimhaut zusätzlich mit der Roedertinktur massiert. Durch diese Behandlung soll der Entgiftungsprozess in den Gaumenmandeln unterstützt werden und eventuell eine operative Entfernung der Mandeln verhindert werden.
103Rolfing - Manuelle Therapie

Rolfing ® wurde in den 50-er Jahren des vorigen Jahrhunderts von der Biochemikerin Ida Pauline Rolf (1896-1979) in den USA entwickelt. Hierbei handelt es sich um einen markenrechtlich geschützten Begriff für eine Methode der Strukturellen Integration, die primär an den Faszien ansetzt. Sie hat als Ziel, die Körperstruktur in eine harmonische Ausrichtung zur Schwerkraft zu bringen.

104Rücken-Intensiv-Massage-Therapie/Faszientherapie

Diese Behandlung ist eine spezielle Form der Massage, die durch ihre Intensität und Technik eine Aktivierung des Energieflusses im Rücken des Patienten erreichen will.

Dadurch soll sich auch die die Beweglichkeit der Wirbelsäule und des Kopfes verbessern und ein Absinken des Tonus in Rücken-, Nacken- und Lendenmuskulatur erreicht werden.

Je nach Lokalisation der Verhärtungen und der Blockaden wird sich in die tieferen Schichten der Muskulatur vorgearbeitet. Behandelt werden Rücken-, Nacken- und Schultermuskulatur.

Erwärmende Elemente der Unterarmtechnik und Handflächen werden mit einer Schröpfkopfmassage kombiniert.

Durch diese Tiefenwirkung der Massage wird eine verstärkte Gewebsdurchblutung hervorgerufen. Zugleich sollte der Abtransport der Stoffwechsel- Endprodukte angeregt und Myogelosen (Verklebungen im Muskelbereich, auch bekannt als Triggerpunkte) durch spezielle Faszien-Techniken gelöst werden.

Geeignet ist diese Art der Massagetherapie besonders für alle Patienten mit Rückenbeschwerden, Nacken- und Schulterverspannungen und damit einhergehenden Kopfschmerzen.

Regelmäßige Anwendungen können erfahrungsgemäß helfen, akute Schmerzzustände zu vermeiden.

105Rutengehen

Siehe "Geobiologische Untersuchungen".

106Sauerstofftherapie - Physikalische Therapie

Neben der Sauerstoffinhalationstherapie in Notfallsituationen mittels Sauerstoffbrillen, -masken oder -sonden gibt es die Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie (nach Manfred von Ardenne, 1907–1997)), die einem Sauerstoffdefizit entgegenwirkt. Die Behandlung erfolgt in drei Schritten, wobei der 1. Schritt darin liegt, die Fähigkeit des Gewebes, Sauerstoff zu nutzen, durch Pharmaka, in der Regel Vitamin B1, zu erhöhen. Im 2. Schritt wird durch Einatmen von ca. 40 % Sauerstoff für 30 Minuten der Sauerstoffpartialdruck in der Inspirationsluft erhöht. Im 3. Schritt werden Maßnahmen zur Erhöhung der Gewebedurchblutung wie Gymnastik, Wärmeapplikation oder Pharmaka durchgeführt.

Diese Therapieform kann bei vielen Erkrankungen mit Sauerstoffmangel einhergehen eingesetzt werden.

107Schädelakupunktur nach Yamamoto (YNSA) – Umstimmungstherapie

Die aus Japan stammende Schädelakupunktur nach Toshikatsu Yamamoto (*1929) geht davon aus, dass bestimmte Punkte oder Areale am Schädel mit Körperregionen in Verbindung stehen. Diese Areale sind erst nachweisbar (z. B. in Form von Schwellung, Ödem oder Schmerzen), wenn Störungen und Beschwerden in den betreffenden Körperregionen vorliegen.

Die Schädelakupunktur hat sich vor allem bewährt bei Schmerzen und Störungen des Bewegungsapparats, Neuralgien, Erkrankungen der Sinnesorgane, Lähmungserscheinungen und Störungen der inneren Organe und deren Projektionen über das Meridiansystem.

108Schröpftherapie - blutig & unblutig – Ausleitungsverfahren
Die Schröpftherapie erfolgt mittels Schröpfköpfen aus Porzellan, Glas oder Ton, die mit ihrer Öffnung nach unten auf die Haut aufgesetzt werden. Nach Erwärmung oder Absaugen der Luft in dem Schröpfkopf wird durch die Haut Blut angesaugt (= unblutiges oder trockenes Schröpfen). Beim blutigen Schröpfen wird die Haut vor Aufsetzen der Schröpfköpfe leicht verletzt.
109Spagyrik - Arzneitherapie

Spagyrik kommt aus dem Griechischen „herausziehen, trennen“ und „vereinigen, zusammenführen“ und geht auf die Alchemie zurück. Die Wurzeln dieser ganzheitlichen Behandlungsmethoden reichen bis in vorchristliche Zeiten. Die Spagyrik betrachtet Körper (Sal), Geist (Mercurius) und Seele (Sulfur) des Menschen als eine Einheit, die normalerweise im gesunden Gleichgewicht steht. Diese 3 Prinzipien spiegeln sich in der Pflanze als arzneilichen Wirkstoffträger wieder. Bei der spagyrischen Aufbereitung von Pflanzen wird Wert darauf gelegt, dass auch von der Pflanze alle drei Prinzipien (Körper, Geist und Seele) verwendet werden und in der fertigen Tinktur in einem ausgewogenen Verhältnis vorhanden sind.

Der Aufbereitungsprozess pflanzlicher und mineralischer Substanzen ist mehrstufig und kann Gärung, Destillation, Veraschung, Extraktion und Filtration enthalten. Auf diese Weise sollen die Wirkkräfte gereinigt werden und ihre Heilkraft kann in veredelter Form zu Tage treten.

110Spenglersan-Therapie - Therapie und Diagnose

Hier handelt es sich um eine Immuntherapie, die auf den Schweizer Chirurg und Bakteriologen Carl Spengler (1860-1937) zurückzuführen ist. Spenglersane sind homöopatische Arzneimittel, die Antigene und Antitoxine in einer Potenzierung enthalten. Diese werden percutan bei vielen verschiedenen Erkrankungen über Hautverreibung eingesetzt.
Sie lassen sich auch diagnostisch einsetzen, wie P.Schwarz im Mai 1963 in einem Sonderdruck der Zeitschrift „Medizin heute“ Heft 5, Seiten 242-245 veröffentlichte. Dieser „Blut-Test“ wurde zunächst auf gläsernen Objektträgern durchgeführt und später von Wolters unter der Bezeichnung „Kolloid-Test“ weiter verbessert.

111Steinheilkunde

Steine wirken durch ihre Farbe, die enthaltenen Mineralstoffe, ihr Kristallsystem, ihr Bildungsprinzip und mechanische Schwingungen. Steine – insbesondere Edelsteine und Halbedelsteine können sowohl zur Diagnose als auch zur Therapie eingesetzt werden.

Die Farbwirkungen gehen von der Farbe des Steines aus:
rot, gelb, grün, blau, violett
Farbwirkungen sind auch in der Farbtherapie bekannt. Die Farbe zeigt, wo ein bestimmter Stein wirkt, d.h. welche Organfunktionen und damit verbundenen Vorgänge im seelisch-mentalen und spirituellen Bereich er stimuliert.

enthaltene Mineralstoffe sind:
Aluminium, Calcium, Chrom, Kupfer, Nickel, Zink …
Um nur einige zu nennen. Die Mineralstoffe zeigen, wie ein bestimmter Stein wirkt, d.h. welche Stoffwechselvorgänge er im Körper reguliert und welche seelisch-mentalen Prozesse er harmonisiert.

Das Kristallsystem:
Es gibt im ganzen Kristallreich nur sieben Kristallsysteme: Kubisch, tetragonal, hexagonal, monoklin, rhombisch, triklin und trigonal. In der Steinheilkunde wird die amorphe Struktur wie ein achtes Kristallsystem mitgeführt. Das Kristallsystem zeigt, bei wem ein bestimmter Stein wirkt, d.h. welchen Charaktertypus und Lebensstil er anspricht.

… ihr Bildungsprinzip
Bei der Vielzahl unterschiedlicher Gesteine, die auf der Erde zu finden sind, gibt es nur 3 Bildungsprinzipien:
Primär (1) – aus der flüssigen Magma,
Sekundär (2) – abgetragen und wieder sedimentiert und
Tertiär (3) – durch Metamorphose unter Druck und Temperatur umgeformt.
Das Bildungspronzip zeigt, wann ein bestimmter Stein wirkt, d.h. in welcher Lebenssituation er die besten Resultate zeigt. Darüberhinaus liefert die Signatur weitere Details zu Ihrer Wirkung.

… und durch mechanische Schwingungen
Man kann Steinen geeignete Formen geben und diese dann entsprechend einsägen, so daß die einzelnen dabei entstehenden Lamellen ähnlich den Schenkeln von Stimmgabeln bei geeigneter Anregung mechanisch schwingen können. Diese Schwingungen lassen sich zur Klangerzeugung - aber auch therapeutisch verwenden.

112Symbioselenkung - Mikrobiologische Therapie

Symbiose bedeutet das Zusammenleben zweier Lebewesen zum gegenseitigen Nutzen. Eine Abweichung von der normalen Symbiose kann durch falsche Ernährung oder Medikamentenmissbrauch zu einer potenziellen Krankheitsbereitschaft führen.

Bei der Symbioselenkung werden durch Zufuhr von ausgewählten Bakteriensubstanzen Krankheiten geheilt, die durch eine Störung der normalen Symbiose zum Ausbruch gekommen sind. Dazu zählen v. a. Darmerkrankungen, Infektionen des Nasen-Rachen-Raums sowie Allergien.

113Systemische Einzeltherapie

Systemische Arbeitsweisen haben sich durch vielfältige methodische Zugänge für die Arbeit mit einzelnen Klienten bewährt. Es wird oft mit erlebnisorientierten Methoden gearbeitet, wie z. B. Aufstellungen, innere Bildarbeit und Ritualen.

In der Einzeltherapie geht es darum, dass der Klient seine Symptome im Kontext seiner Beziehungen und seiner Umgebung versteht. Die Auseinandersetzung des Klienten mit seiner Herkunftsfamilie gibt ein tieferes Verständnis für die nicht sichtbaren Loyalitätskonflikte, Botschaften und Aufgaben die dem eigenen Wachstum im Weg stehen. Probleme oder Symptome sind als Ausdruck von Kommunikation und Interaktion mit der Umwelt zu sehen und beinhalten neben leidvoll beschriebenen Anteilen auch Lösungsversuche. Die Klienten werden an ihre bereits vorhandenen Ressourcen geführt, die für eine gewünschte Veränderung benötigt werden.

114TCM - Fernöstliche Medizin

Siehe „Traditionelle Chinesische Medizin - Fernöstliche Medizin“.

115Therapie nach Phyllis Kristall

In dieser Methode verband Phyllis Kristall (1914-2016) die Weisheitslehren und tiefenpsychologischen Erkenntnisse des Begründers der analytischen Psychologie Carl Gustav Jung (1875-1961) und des Entwicklers des Autogenen Trainings Johannes Heinrich Schultz (1884-1970) miteinander. Durch die Vorstellung von passenden Handlungsabläufen mit entsprechenden Bildern und Symbolen läßt sich damit das Unterbewusstsein so positiv beeinflussen, daß dadurch Energieblockaden gelöst werden können.

116Thermotherapie - Physikalische Therapie

Die Thermotherapie ist die therapeutische Anwendung von Wärme, wobei entweder Wärme entzogen (Kryotherapie) oder zugeführt (Wärmetherapie) werden kann. Bei der Kryotherapie können Kältepackungen, Eiswasser, Eismassage, Kühlspray u. a. angewendet werden. Wärmepackungen können mit Peloiden wie Torf, Moor, Schlamm und Heilerde, als Kartoffelbrei- oder Leinsamenauflagen sowie als Heublumensack verabreicht werden.

117Traditionelle Chinesische Medizin - Fernöstliche Medizin

Akupunktur, QiGong, Zungendianose und Pulsdiagnose sind neben TUI-NA, Kräuterheilkunde und der Ernährung die wichtigsten Elemente der TCM.

Der Mensch wird ganzheitlich betrachtet, der menschliche Organismus gilt als Einheit. Alle Phänomene der Welt, auch der Mensch und die ihn umgebende Natur, werden als Wechselwirkung zwischen Yin und Yang interpretiert. Yin und Yang sind keine fixierten Formen, sondern stehen immer in Bezug zueinander. In jedem Yin ist ein Anteil Yang und umgekehrt ist in jedem Yang ein Anteil von Yin. Ziel der Therapie ist, Störungen zu erkennen, entsprechend zu behandeln und die Balance zwischen Yin und Yang wieder herzustellen.

Die Meridiane der chinesischen Akupunktur verbinden Innen und Außen miteinander. Alle Organe im Körper haben eine Beziehung zueinander. Durch die Akupunktur kann über das Leitbahn-System (die Meridiane) Einfluß auf die ZangFu (die inneren Organe) und auf Seele und Geist genommen werden.

Die Pulsdiagnose in der TCM kann Informationen über den Zustand der ZangFu geben und spiegelt den gesamten Komplex von Qi (Energie in verschiedenen Formen) und Blut wieder.
Bei der Zungendiagnose sind den ZangFu bestimmte Areale zugeordnet. Form, Farbe und Belag der Zunge geben wichtige Hinweise.

Gesundheit in der chinesischen Medizin bedeutet: Harmonie und frei fließende Energie im Körper und in den Meridianen = Yin und Yang in Balance!

118Traditionelle Harnschau

Sie stellt eine Verknüpfung der heutigen klinisch wichtigen Urin-Untersuchungsmöglichkeiten mit der alten Harnschau her, die auf den griechisch-römischen Arzt Claudius Galenus (0129-0199) zurückgeht. Sie war ein wichtiges Mittel im Bereich der Medizin um ein anderes Verständnis der Krankheitsentstehung zu gewinnen.

119TUI-NA - Manuelle Therapie

Manuelle Therapieform der Traditionellen chinesischen Medizin (TCM). Sie kommt ohne Öl aus und wird zur unterstützenden Therapie der verschiedensten Erkrankungen eingesetzt. Beachtet wird hierbei der Verlauf der Meridiane.

120Urinfunktionsdiagnostik

Siehe Traditionelle Harnschau

121Vitalogie - Manuelle Therapie

Die Vitalogie befaßt sich mit der Bedeutung der Statik der Wirbelsäule für das Nervensystem. Sie wurde 1981 von Dr.Peter Huggler in den USA begründet. Durch entsprechend sanfte manuelle Anwendungen können sich Muskeln und Bänder in der Umgebung der Wirbelsäule entspannen, sodaß sie die Möglichkeit erhält, sich neu auszurichten.

122Wirbelsäulenmassage - Manuelle Therapie

Eine speziell auf die Rücken- und Nackenmuskulatur ausgerichtete Massage zur Behandlung von Verspannungen oder Lösung von Myogelosen und damit einhergehenden Beschwerdebildern wie Rückenschmerzen, Lumboischialgie, HWS-Syndrom.

123Wirbelsäulentherapie n. Dorn & Breuß-Massage - Manuelle Therapie

Die Wirbel- und Gelenksbehandlung nach Dieter Dorn (1938-2011) dient der Behandlung von Erkrankungen, die direkt oder indirekt mit der Wirbelsäule zusammenhängen. Bei Verschiebung, Fehlstellung oder Blockierung eines oder mehrerer Wirbel oder Gelenke können die betroffenen Organe nicht mehr optimal versorgt werden und es kann zu entsprechenden Störungen kommen. Nach der Dorn-Methode können die Wirbelsäule und die Gelenke in wenigen Sitzungen korrigiert werden, ebenso können Beinlängendifferenzen ausgeglichen werden.

Durch die energetische Breuß-Massage nach Rudolf Breuß (1899–1990) wird eine Regeneration eingeleitet, indem die Wirbelsäule gestreckt wird und die Bandscheiben wieder mehr Raum erhalten. Mit der Breuß-Massage werden die optimalen Voraussetzungen für eine Dorn-Behandlung geschaffen.

124Wünschelrutengehen

Siehe "Geobiologische Untersuchungen".

125ZangFu - fernöstliche Medizin

Im Gegensatz zur Schulmedizin wird der Mensch in der TCM völlig anders betrachtet – statt einzelner Organe hat man dort eher die Vorstellung von Funktionskreisen, die bestimmte Aufgaben zu erfüllen haben. Dabei muß man bedenken, daß es zu der Zeit, als sich die TCM mit ihren „ZangFu“ entwickelte, absolut unüblich war, Leichen zu zerlegen. Und es war ja klar, daß die Funktionskreise bei einem Toten nicht mehr funktionierten – sonst wären sie nicht tot. Wenn man in beiden Welten zu Hause ist, kann es dabei durchaus zu Mißverständnissen kommen, weil manche „ZangFu“ auch die Namen von Organen tragen, wie wir sie in der abendländischen Medizin kennen.

Die Paarigkeit von „Yin und Yang“ findet man auch hier wieder, wie die Aufteilung der bei uns ebenfalls bekannten Organe in Speicher- und Hohlorgane zeigt: Zang-Organe sind die „Speicherorgane“ mit Yin-Eigenschaften wie Leber, Herz, Milz, Lunge und Nieren, während die Fu-Organe „Hohlorgane“ mit Yang-Eigenschaften wie Gallenblase, Dünndarm, Magen, Dickdarm und Harnblase sind. Weil aber erkannt worden war, daß die Zusammenhänge außerordentlich komplex sind, wurde als weitere Dimension noch die Zugehörigkeit zu den Elementen hinzugenommen: Die vier Elemente Holz (Leber und Gallenblase), Feuer (Herz und Dünndarm) Erde (Milz und Magen) sowie Wasser (Nieren und Harnblase) fanden sich später auch in der abendländischen Medizin wieder. Das fünfte Element „Metall“ (Lunge und Dickdarm) wirkt daher eher wie das „fünfte Rad am Wagen“ und sorgt gerne für Verwirrungen.

Zusammenhänge mit Emotionen finden sich bei uns höchstens in Sprichwörtern wieder – wie „dem ist eine Laus über die Leber gelaufen“, „das hat ihm die Augen geöffnet“, „daran hat er sein Herz verloren“, „ihm blieb die Luft weg“, „das ist ihm auf den Magen geschlagen“, „das konnte er nicht verdauen“, „das geht ihm an die Nieren“, „er sah rot vor Wut“ oder „er spuckte Gift und Galle“.

126Zungendiagnose - Fernöstliche Medizin

Jahrhunderte andauernde Beobachtungen ergaben , daß jedes Organ neben den individuellen Ausprägungen auch Eigenschaften besitzt, die bei fast allen Menschen gleich sind. Somit können die heutigen Heilpraktiker und Ärzte auf jahrtausende alte Erfahrungen von Heilern und Medizinern zurückgreifen, wenn sie aus Form und Farbe der Zunge sowie Beläge an bestimmten Stellen auf Funktionsstörungen und Veränderungen im Körper schließen und mit Hilfe dieser leicht zugänglichen Vorinformation ergänzende Diagnosen (wie z.B. Pulsdiagnose und Irisdiagnose) durchführen und erforderliche Therapien festlegen können.

Heilpraktiker-Therapeutenverzeichnis

 
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      Berufsbild

       

      Hier finden Sie Details zur Historie und dem Grundverständnis des Heilpraktikers.

       
      1Historie

      Die Ausübung der Heilkunde war früher nicht von einer bestimmten und einheitlichen Ausbildung und Prüfung abhängig.

      Im Deutschen Reich wurde die Kurierfreiheit sogar ausdrücklich gefordert. Mit dem Inkrafttreten der Gewerbeordnung des Norddeutschen Bundes vom 21.6.1869 bestand im Bundesgebiet, seit der Reichsgründung im ganzen Reichsgebiet, Kurierfreiheit.

      Unter Kurierfreiheit ist nicht die Methodenfreiheit eines Arztes zu verstehen, sondern ein Rechtszustand, in dem die Heilkunde, auch die berufs- oder gewerbsmäßige, von jedermann ausgeübt werden kann, ungeachtet davon, ob er approbiert, ärztlich geprüft oder auch nur ausgebildet ist.

      Die Heilkunde ohne ärztliche Approbation konnte also von jedermann, ohne Rücksicht auf fachliche und charakterliche Eignung gewerbsmäßig ausgeübt werden. Den Nachweis einer Approbation bedurfte nur, wer sich als Arzt bezeichnen wollte oder von Seiten des Staates als Arzt anerkannt werden wollte.

      Am 1.7.1883 wurde die Gewerbeordnung modifiziert, indem ein neuer § 56a eingefügt wurde, der die Ausübung der Heilkunde im Umherziehen allen nicht ärztlich approbierten Personen unter Strafandrohung verbot.

      Mit Einführung des Gesetzes über die berufsmäßige Ausübung der Heilkunde ohne Bestallung (Heilpraktikergesetz) am 17.2.1939 wurde die rechtliche Grundlage für die Tätigkeit des Heilpraktikers in Form einer Berufszulassung geschaffen.

      Durch dieses Gesetz und den dazu erlassenen Durchführungsverordnungen sowie den Regelungen in den Länderrichtlinien wurde die allgemeine Kurierfreiheit aufgehoben. Die berufsmäßige Ausübung der Heilkunde wurde von einer staatlichen Erlaubnis abhängig gemacht. Bei einer Überprüfung hat der Antragsteller nachzuweisen, dass die Ausübung der Heilkunde keine Gefahr für die Volksgesundheit darstellt. Die Berufsbezeichnung "Heilpraktiker" wurde eingeführt, zu dessen Führung der diesen Beruf Ausübende verpflichtet ist.

      • Die ratio legis des Heilpraktikergesetzes sollte sein, dass nur bestallte Ärzte die Heilkunde ausüben dürfen.
      • Ursprünglich verbot dieses Gesetz in § 4 die Errichtung und die Unterhaltung von heilkundlichen Ausbildungsstätten, womit allerdings nicht die medizinischen Fakultäten, sondern die Schulen der Heilpraktiker gemeint waren. Für diejenigen, die nicht zur Zeit der Verkündigung des Gesetzes als Ärzte bestallt waren und die Heilkunde ausgeübt hatten, wurde eine Übergangsregelung geschaffen. Diese gestattete ihnen die Fortsetzung ihrer Berufstätigkeit und gab dem zum Aussterben bestimmten Stand der nicht bestallten Heilpraktiker eine berufsrechtliche Anerkennung in der Vergabe der Berufsbezeichnung „Heilpraktiker“.
      • Außerdem wurde die Deutsche Heilpraktikerschaft e.V. zur Wahrung der Berufsbelange errichtet (§ 12 1. DVO des HPG vom 18.02.1939), der jeder Heilpraktiker gemäß § 6 1. DVO verpflichtet war, beizutreten.
      • In § 2 I HPG wurde verfügt, dass „in besonders begründeten Ausnahmefällen“ die Erlaubnis zur Ausübung der Heilkunde auch an Nichtärzte erteilt werden dürfe. Die Entscheidung über diese Ausnahmefälle sollte in dem Belieben der für zuständig erklärten unteren Verwaltungsbehörde liegen.
      • Der Inhaber der Ausnahmeerlaubnis wurde nach § 9 1. DVO ermächtigt, die Berufsbezeichnung „Arzt für Naturheilkunde“ zu führen.
      • Nach dem Inkrafttreten des Grundgesetzes (GG) am 23.05.1949 hat das Heilpraktikergesetz, dessen erklärte Zielsetzung es war, die Kurierfreiheit, das heißt die Freiheit von jedermann, sich auf dem Gebiet der Heilkunde zu betätigen, aufzuheben, eine entscheidende Änderung erfahren.

      Das Heilpraktikergesetz sollte den Zugang zu diesem Beruf verwehren und die Ausübung der Heilkunde ohne Bestallung beenden. Lediglich sollte der Besitzstand der seinerseits berufsmäßig tätigen Heilbehandler gewahrt werden, sofern diese bestimmte Mindestvoraussetzungen erfüllten. Es wurde keine Ausbildung oder Prüfung vorgeschrieben, sondern nur eine Überprüfung der Kenntnisse und Fähigkeiten des bereits Tätigen dahingehend vorgenommen, ob er „eine Gefahr für die Volksgesundheit“ darstellt.

      • Wesentliche Bestimmungen des Heilpraktikergesetzes und damit auch die ursprüngliche Zielsetzung konnten aber nach dem Inkrafttreten des GG nicht beibehalten werden.
      • Insbesondere ist die Bestimmung des § 2 I HPG, welche besagt, dass die Erlaubnis zur Ausübung der Heilkunde nicht approbierten Personen, welche die Heilkunde bisher nicht ausgeübt haben, „nur in besonders begründeten Ausnahmefällen“ erteilt werden darf, mit Art. 12 I GG, Freiheit der Berufswahl, unvereinbar.

      Diese Vorschrift stellt die Erteilung der Erlaubnis völlig in das Ermessen der entscheidenden Behörde. Sie tastet damit das Grundrecht der Freiheit der Berufswahl in seinem Wesensgehalt an.

      • Das gleiche gilt für das bereits erwähnte Verbot von Heilpraktikerschulen (§ 4 HPG)
      • Ebenso ist der § 2 I h der 1. DVO nicht mit der Verfassung zu vereinbaren. Danach ist die Erlaubnis zu versagen, wenn mit Sicherheit anzunehmen ist, dass der Antragsteller die Heilkunde neben einem anderen Beruf ausüben wird. Auch diese Vorschrift verstößt gegen das Grundrecht der Berufsfreiheit gemäß Art. 12 GG, denn Art. 12 GG gewährt auch die Befugnis, mehrere Berufe miteinander zu verbinden. Selbstverständlich gilt die Berufsfreiheit so wenig schrankenlos wie irgendeine andere grundrechtlich garantierte Freiheit. Durch die in Art. 19 GG aufgezeigten Grenzen kann sie daher vom Gesetzgeber beschränkt werden, natürlich nur soweit, wie es der Zweck der Abwehr nachweisbarer oder höchstwahrscheinlicher schwerer Gefahren für ein überragend wichtiges Gemeinschaftsgut rechtfertigt.

      Oben genannte Klauseln wurden somit durch das Grundgesetz gegenstandslos.

      Vielmehr gewährt das heute gültige Heilpraktikergesetz dem Stand der Heilpraktiker eine besondere berufsrechtliche Anerkennung, was bedeutet, dass der Heilpraktikerstand den Schutz des Art. 12 GG genießt.

      Aus „Wiege und Grab“ des Heilpraktikerstandes, ursprünglich also einem Eliminationsgesetz, wurde ein Heilpraktikerzulassungsgesetz, womit dieser Beruf bis heute einen Aufwärtstrend erlebt.

      2Grundverständnis des Heilpraktikers

      Heilpraktiker darf sich nennen, wer die nach dem Heilpraktikergesetz entsprechende behördliche Erlaubnis zur berufsmäßigen Ausübung der Heilkunde besitzt, ohne als Arzt ausgebildet und approbiert zu sein.

      Die Tätigkeit des Heilpraktikers besteht im Wesentlichen darin, in eigener Verantwortung Krankheiten und Leiden an Menschen zu diagnostizieren, diese zu therapieren und so zu ihrer Heilung und Linderung beizutragen. Ebenso fällt auch die Krankheitsprophylaxe in das Betätigungsfeld des Heilpraktikers.

      Der Heilpraktiker darf also, ebenso wie die Ärzteschaft, freiberuflich und selbständig Krankheiten behandeln.

      Vom Berufscharakter des Arztes ist er dadurch abgegrenzt, dass die Ausbildung des Heilpraktikers nicht wie die des Arztes vorgeschrieben ist (abgeschlossenes Medizinstudium). Er ist vielmehr identisch mit den früheren Naturheilkundigen und arbeitet in der Regel mit aus der Natur- und Volksheilkunde übernommenen oder weiterentwickelten Diagnose- und Behandlungsmethoden.

      Den Beruf des Heilpraktikers bindet die Tradition an uralte Überlieferungen des Wissens an jene Widerstands- und Heilkräfte, die in jedem menschlichen Organismus zur Verhütung und Überwindung von Krankheiten verfügbar und wirksam sind.

      Seinen Ursprung verdankt der Heilberuf, welcher zu den ältesten Berufen der Menschheit gehört, einerseits der wirklichen Hilfsbedürftigkeit der Kranken und andererseits seiner eigenen Hilfsbereitschaft. Aus der durch ihre Hilfe gesammelten Erfahrungen erwuchsen die ersten Heilpraktiker.

      Das Grundverständnis des Heilpraktikers beruht auf der Erkenntnis, dass Körper, Seele und Geist des Menschen eine Einheit bilden.

      • Durch die Anwendung von Naturheilverfahren sollen die jedem Menschen eigenen Widerstands- und Selbstheilungskräfte für die Überwindung von Krankheiten und Leiden aktiviert und wirksam werden.
      • Schädigende Nebenwirkungen der Behandlung werden grundsätzlich versucht, zu vermeiden.
      • Jeder Patient wird als individuelles psychosomatisches Ganzes erfasst und beeinflusst.

      Die Grenzen seiner Tätigkeiten liegen dort, wo eine Steuerung und Stärkung der Selbstheilungskräfte nicht mehr möglich ist, z.B. bei irreversiblem Gewebsuntergang.

      Der Heilpraktiker ist sich selbstverständlich bewusst, dass einige seiner Untersuchungs- und Behandlungsmethoden, welche grundsätzlich aus der Natur- und Volksheilkunde übernommen bzw. weiterentwickelt wurden, bis heute wissenschaftlich noch nicht erklärt sind, sondern „nur“ auf Erfahrungsgut beruhen.

      Wissenschaftlich gesicherte Forschungsergebnisse werden hierbei natürlich berücksichtigt. Nachdem auch andere, früher nicht erklärbare Methoden mittlerweile eine wissenschaftliche Fundierung erhalten haben, ist der Heilpraktiker dazu berechtigt, anzunehmen, dass auch weitere, von ihm ausgeübte Methoden durch den steten Fortschritt der Wissenschaft eine Erklärung finden werden.

      Zulassung als HP

       

      Hier finden Sie Details zur Zulassung als Heilpraktiker. Die entsprechenden Beiträge können Sie ganz einfach ausklappen.

       
      1Rechtsgrundlagen
      HEILPRAKTIKERGESETZ
      ERSTE DURCHFÜHRUNGSVEORDNUNG

      Das Heilpraktikergesetz vom 17.02.1939 bildet die Rechtsgrundlage für die Tätigkeit des Heilpraktikers. Wer den Beruf des Heilpraktikers ausüben will, benötigt dazu eine Erlaubnis. Unter welchen Voraussetzungen die Erlaubnis nicht erteilt wird sowie die Zuständigkeit regelt die erste Durchführungsverordnung (DVO) vom 18.02.1939 zum Heilpraktikergesetz.

      Gesetz über die berufsmäßige Ausübung der Heilkunde ohne Bestallung (Heilpraktikergesetz)

      Erste Durchführungsverordnung (1. DVO)
      Erste Durchführungsverordnung zum Gesetz über die berufsmäßige Ausübung der Heilkunde ohne Bestallung (Heilpraktikergesetz)

      ZULÄSSIGKEIT DER BESCHRÄNKUNG DER ERLAUBNIS NACH DEM HEILPRAKTIKERGESETZ AUF DIE AUSÜBUNG DER PSYCHOTHERAPIE

      BVerwG, Urteil vom 21.1.1993 – 3 C 34/90 (Lüneburg)
      Erlaubnis nach dem Heilpraktikergesetz

      Urteil:

      Die Berufsfreiheit wird unverhältnismäßig eingeschränkt, wenn von einer Bewerberin – gleichgültig welcher Vorbildung -, die nur die Ausübung der Psychotherapie erstrebt, allgemeine heilkundliche Grundkenntnisse, einschließlich der Kenntnisse im Bereich Anatomie, Physiologie, Pathologie und Arzneimittelkunde verlangt werden

      1. § 2 I lit. i der 1. DVO-HeilprG, wonach die Erlaubnis nicht erteilt wird, „wenn mit Sicherheit anzunehmen ist, daß er – der Antragsteller – die Heilkunde neben einem anderen Beruf ausüben wird“, ist mit dem Grundgesetz nicht vereinbar.
      2. Die Beschränkung der Erlaubnis nach dem Heilpraktikergesetz auf die Ausübung der Psychotherapie ist zulässig.

      Zitat aus dem Merkblatt der Landeshauptstadt München – Referat für Gesundheit und Umwelt

      „Nach dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 21.01.1993 (NJW 1993, S. 2395) können Personen, die die Heilkunde nur auf dem Gebiet der Psychotherapie ausüben wollen und keine Diplomprüfung im Studiengang Psychologie abgelegt haben, in der das Fach „Klinische Psychologie“ Gegenstand dieser Prüfung war, die eingeschränkte Erlaubnis im Sinne des § 1 Abs. 1 Heilpraktikergesetz erwerben.

      Diese „Erlaubnis zur Ausübung der Heilkunde auf dem Gebiet der Psychotherapie“ berechtigt jedoch nicht dazu, die Berufsbezeichnung Heilpraktiker zu führen. Ebenso berechtigt sie nach dem am 01.01.1999 erfolgten Inkrafttreten des Gesetzes über die Berufe des Psychologischen Psychotherapeuten und des Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten (PsychThG) nicht dazu, die Berufsbezeichnung Psychotherapeut zu führen. Das unbefugte Führen von Berufsbezeichnungen ist ebenso strafbar wie das Führen von Bezeichnungen, die ihr zum Verwechseln ähnlich sind (§ 132 a Abs. 1 Nr. 2 Var. 5 Abs. 2 StGB).

      2Überprüfung von HPA

      gemäß § 2 I Buchstabe i der Ersten Durchführungsverordnung zum Heilpraktikergesetz.
      (Text ab hier am 19.01.2018 erneuert:)

      Leitlinien zur Überprüfung von Heilpraktikeranwärterinnen und –anwärtern

      Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) hat am 22.12.2017 im Bundesanzeiger die Leitlinien zur Überprüfung von Heilpraktikeranwärterinnen und -anwärtern nach § 2 des Heilpraktikergesetzes in Verbindung mit § 2 Absatz 1 Buchstabe i der Ersten Durchführungsverordnung zum Heilpraktikergesetz bekanntgemacht.

      Die Leitlinien treten am 22. März 2018 in Kraft.

      In der Präambel heißt es u.a., die Leitlinien dienen als Grundlage für die Überprüfung der Kenntnisse und Fähigkeiten einer Heilpraktikeranwärterin oder eines Heilpraktikeranwärters und damit als Grundlage für die Entscheidung, ob die Ausübung der Heilkunde durch die betreffende Person eine Gefährdung der Gesundheit der Bevölkerung oder der sie aufsuchenden Patientinnen und Patienten erwarten lässt.
      Sie zielen stärker als bisher auf eine bundesweit einheitliche Heilpraktikerüberprüfung ab und rücken dabei den Schutz der einzelnen Patientin oder des einzelnen Patienten deutlicher als bisher in den Blick.

      Die Überprüfung besteht aus schriftlichem und mündlich-praktischem Teil. Hierbei muss die antragstellende Person umfangreiche und fundierte Kenntnisse auf vielen Gebieten und mit hohem medizinischem Niveau nachweisen, zum Beispiel Kenntnisse über die für die Ausübung des Heilpraktikerberufs relevanten Rechtsvorschriften, Arztvorbehalte, Grundregeln der Hygiene, Notfallsituationen, Anatomie, pathologische Anatomie, Physiologie, Pathophysiologie sowie Pharmakologie, Bewertung ärztlicher Befunde, Anamneseerhebung, Diagnosestellung mit Herleitung eines Behandlungsvorschlags und vieles mehr.

      Die vollständigen Leitlinien finden Sie hier: Zur Heilpraktikerüberprüfung

      Der Beruf des Heilpraktikers ist ein Zulassungsberuf und kein Ausbildungsberuf. Nach wie vor wird eine Ausbildung trotz des großen Ausbildungsspektrums nicht gesetzlich geregelt.

      Wir verweisen hierzu auf unser Positionspapier:
      DIE HEILPRAKTIKER e.V. Positionspapier – Forderung nach Normierung einer Ausbildungsordnung für den Beruf Heilpraktiker mit einem staatlich anerkannten Abschluß

      3Berufseinschränkung HP
      Die Heilpraktikererlaubnis nach § 1 Heilpraktikergesetz berechtigt grundsätzlich zur uneingeschränkten Ausübung der Heilkunde. Die Grenzen der heilpraktischen Tätigkeit ergeben sich aus den gesetzlichen Einschränkungen sowie aus Einschränkungen durch die Berufsordnung und den ethischen Aspekten des Berufsstandes.

      Diese sind unter anderem:

      • Heilkunde im Umherziehen
      • Verordnung von verschreibungspflichtigen Medikamenten
      • Verabreichung und Verschreibung von Betäubungsmitteln
      • Verschreibung bestimmter Medizinprodukte
      • Leisten von Geburtshilfe
      • Vornahme von Schwangerschaftsabbrüchen, Kastrationen, künstlicher Befruchtung, Organentnahmen beim Organspender
      • Behandlung von übertragbaren Krankheiten (§ 24 IfSG)
      • Ausübung der Zahnheilkunde
      • Anwendung von Röntgenstrahlen
      • Entnahme einer Blutspende
      • Vornahme der Leichenschau und Ausstellung von Totenscheinen

      Behandlungskosten

       

      Die Höhe der Kosten für die Behandlung bei einem Heilpraktiker können der Behandler (Heilpraktiker) und der Patient frei vereinbaren, da es hierzu keine gesetzlichen Vorgaben gibt. Es gibt zwar das Gebührenverzeichnis für Heilpraktiker (GebüH), seine Anwendung jedoch erfolgt auf rein freiwilliger Basis.

      Das GebüH stammt aus dem Jahre 1985 und wurde bis heute aus kartellrechtlichen Gründen nicht an den aktuellen Lebenskostenindex angeglichen. Die dort genannten Gebühren sind das Ergebnis einer vor vielen Jahren durchgeführten Umfrage bei niedergelassenen Heilpraktikern. Somit dürfte auf Grundlage des GebüH kein angemessenes Honorar zu vereinbaren sein. Private Krankenversicherungen, Zusatzversicherungen und Beihilfen erstatten gleichwohl Behandlungskosten beim Heilpraktiker, wobei deren Höhe und Ausmaß in der Regel von der jeweiligen individuellen Vertragsgestaltung zwischen dem Kostenträger und dem Patienten abhängig ist.

       

      Informationen

       
       
      1Entscheidungen zum Thema Impfen – Mai/Juni 2017

      Bundesgerichtshof (BGH): Beschluss vom 3. Mai 2017 AZ- XII ZB 157/16

      Die Schutzimpfung eines Kindes ist auch dann eine Angelegenheit von erheblicher Bedeutung für das Kind, wenn es sich um eine sogenannte Standard- oder Routineimpfung handelt.
      Bei Uneinigkeit der Eltern über die Durchführung einer solchen Impfung kann die Entscheidungsbefugnis dem Elternteil, der die Impfung des Kindes entsprechend den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission beim Robert-Koch-Institut befürwortet, jedenfalls dann übertragen werden, wenn bei dem Kind keine besonderen Impfrisiken vorliegen.

      Sachverhalt: getrennte Eltern streiten darüber, ob ihr Kind geimpft werden soll oder nicht.

      Im vorliegenden Fall lebte das Kind bei der Mutter, die Angst vor Impfschäden hat und den Ärzten und der Pharmaindustrie misstraut. Sie fürchtete Impfschäden und wollte die Impfungen nur durchführen lassen, wenn negative Folgen ärztlicherseits mit Sicherheit ausgeschlossen werden könnten. Der Vater will, dass das Kind alle offiziell empfohlenen Impfungen bekommt. Konkret ging es um den Schutz gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis, Pneumokokken, Rotaviren, Meningokokken, Masern, Mumps und Röteln.

      Nach einem Beschluss des BGH kann der Familienrichter dem Impf-Befürworter zur Durchsetzung verhelfen. Die Entscheidung über den Impfschutz habe für das Kind erhebliche Bedeutung. Sowohl das durch eine Impfung vermeidbare Infektionsrisiko als auch das Risiko einer Impfschädigung belegten die erhebliche Bedeutung, führten die Karlsruher Richter aus. Daher gehört diese Entscheidung nicht zu alltäglichen Angelegenheiten, über die ein Elternteil alleine entscheiden kann. Können sich die Eltern nicht einigen, muss das Gericht bestimmen, wer entscheiden darf. Hier wurde dem Vater Recht gegeben. Die Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) seien vom BGH als medizinischer Standard anerkannt. Der Skepsis der Mutter gegenüber Pharmaindustrie und Ärzteschaft maßen die Richter dagegen kein Gewicht bei. Jedenfalls gäbe sie keinen Anlass für die Einholung eines gesonderten Sachverständigengutachtens über allgemeine Impfrisiken. Der Vater sei daher besser geeignet, in diesem Fall zu entscheiden. Neben dieser Indizwirkung sah man auch keine Einzelfallumstände gegeben, welche bei dem Kind besondere Impfrisiken begründen würden.



      Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) (Urt. v. 21.06.2017, Az. C-621/15)

      Nationale Gesetze dürfen Patienten die Beweisführung gegen Pharmakonzerne erleichtern. Das hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) in einem Produkthaftungsprozess entschieden. Ein Bündel von Indizien könne ausreichen, um die Haftung von Arzneimittelherstellern zu begründen. Ein auf der wissenschaftlichen Forschung beruhender sicherer Nachweis sei nicht erforderlich, urteilten die Richter (Urt. v. 21.06.2017, Az. C-621/15).

      Die Frage, wann ein Bündel von Indizien genügt, müsse im Einzelfall jeweils von den mitgliedstaatlichen Gerichten entschieden werden.

      Der Entscheidung des EuGH lag ein französischer Ausgangsfall zugrunde: Der im Jahr 2006 verstorbene Geschädigte und seine Familie hatten gegen den Pharmakonzern Sanofi geklagt, weil der Geschädigte kurze Zeit nach einer Impfung gegen Hepatitis B mit dem von Sanofi hergestellten Impfstoff an Multipler Sklerose erkrankte. Den wissenschaftlichen Nachweis, dass der Impfstoff zum Ausbruch Multipler Sklerose und letztlich auch zum Tod des Patienten führte, konnte der Geschädigte jedoch nicht führen.

      Stattdessen konnten lediglich verschiedene Indizien wie der ausgezeichnete frühere Gesundheitszustand, fehlende Vorerkrankungen in der Familie sowie der zeitliche Zusammenhang vorgebracht werden, die für einen solchen Kausalzusammenhang sprechen.

      In mehreren Instanzen hatten die Parteien über die Notwendigkeit des wissenschaftlichen Nachweises gestritten. Gemäß der Produkthaftungsrichtlinie (ProdHaftRL) muss der Anspruchsteller Fehler eines Produktes, den Schadenseintritt und die Kausalität zwischen den beiden Kriterien nachzuweisen. Zur Art und zum Umfang des Beweises schweigt Art. 4 der ProdHaftRL jedoch.
      Ganz grundsätzlich gilt: Ein Gericht ist frei in der Würdigung der vorgelegten Beweise. Dem Richter steht es prinzipiell frei, bestimmte vorgebrachte Tatsachen und Indizien derart zu würdigen, dass er den vorgetragenen Sachverhalt als erwiesen ansieht. Unter Berücksichtigung von Art. 4 der ProdHaftRL ging der mit der Rechtssache befasste Cour d’appel de Paris, das Berufungsgericht Paris, jedoch davon aus, dass ein wissenschaftlicher Nachweis der Kausalität zwischen der Impfung und dem Ausbruch der Multiplen Sklerose geführt werden muss. Da dieser nicht geführt werden konnte, wies er die Klage ab.

      Der anschließend mit einer Kassationsbeschwerde gegen das Urteil befasste französische Kassationsgerichtshof wollte vom EuGH wissen, ob sich der Kläger auf klare und übereinstimmende Indizien stützen kann, um den erforderlichen Kausalitätsnachweis zu führen.
      Der EuGH hält den wissenschaftlichen Kausalitätsnachweis zwischen Fehler und Schaden für nicht erforderlich, solange das Gericht die Kausalität auf Grundlage ernsthafter, klarer und übereinstimmender Indizien als erwiesen ansieht. Es müsse zumindest ein Indizienbündel vorliegen, das mit einem hinreichend hohen Grad an Wahrscheinlichkeit den Schluss zulasse, dass der Kausalzusammenhang der Realität entspricht.
      Weiterhin führe eine Beschränkung auf den wissenschaftlichen Nachweis unter Ausschluss aller anderen Arten der Beweisführung zu immensen Schwierigkeiten bei den Geschädigten. Die Chance, überhaupt jemals eine Entschädigung erlangen zu können, werde gerade im medizinischen Bereich minimiert.
      Denn die Forderung nach wissenschaftlichen Erkenntnissen erschwere die Beweispflicht des Anspruchstellers über alle Maßen. Es sei zu befürchten, dass aufgrund des Standes der medizinischen Forschung ein ursächlicher Zusammenhang regelmäßig weder bewiesen noch widerlegt werden könne.

      In Deutschland reicht Geeignetheit der Schadensverursachung.

      Auf die deutsche Arzneimittelhaftung hat das Urteil zunächst keine Auswirkungen. Die Haftung für Arzneimittel setzt in Deutschland gerade nicht – wie in anderen EU-Staaten – die ProdHaftRL um. Es gelten die rein nationalen Haftungsvoraussetzungen nach §§ 84 ff. Arzneimittelgesetz (AMG). Anders als Art. 4 der ProdHaftRL definiert § 84 Abs. 2 AMG eine im Jahre 2002 eingeführte, gesetzliche Kausalitätsvermutung: das angewendete Arzneimittel muss nach den Gegebenheiten des Einzelfalls - konkret-generell - geeignet gewesen sein, den Schaden zu verursachen. Ob diese Vermutung angestellt wird, richtet sich nach Indizien, die in § 84 Abs. 2 Satz 2 AMG beispielhaft aufgeführt werden. Diese Vermutung kann der Beklagte versuchen, zu erschüttern.
      Doch auch für Fälle nach deutschem Recht muss nach der EuGH-Entscheidung ein Indizienbeweis auf einem hinreichenden Bündel konkreter und ihrerseits bewiesener Umstände beruhen. Ein allzu lockerer Schluss auf die Kausalität zwischen Produktfehler und Schaden verbietet sich nach wie vor. Die nationalen Gerichte müssen dafür Sorge tragen, dass die Indizien eine Qualität aufweisen, die den Schluss auf die Kausalität zulassen.

      2Osteopathische Behandlungen nur mit Heilpraktikererlaubnis zulässig
      Das OLG Düsseldorf, Urteil vom 08.09.2015, Az. I-20 U 236/13 hat entschieden, dass die Osteopathie eine Heilbehandlung darstellt und von Physiotherapeuten nur dann ausgeübt werden darf, wenn diese im Besitz einer Heilpraktikererlaubnis nach § 1 Heilpraktikergesetz sind.