Coronavirus COVID-19

 
 

Noch nie gab es in neuerer Zeit eine, der Corona–Pandemie vergleichbare, Gesundheitsgefährdung bei uns.

Viele Betriebe sind von der Schließung betroffen. Unternehmen, die nicht arbeiten können, sind auf Hilfen angewiesen.

Auf den nachfolgenden Seiten stellen wir für Sie alle verfügbaren Informationen rund um Corona zur Verfügung.

Diese Seiten verstehen wir als rein informativ. Sie sollen Sie Ihnen ihre derzeitige Praxisarbeit erleichtern.

Wir sammeln öffentlich bereitgestellte Informationen zu gesetzlichen Regelungen und behördliche Aussagen und bereiten diese zur einfacheren Verwendung nach bestem Wissen für unsere Leser auf. Alle darin enthaltenen Angaben sind ohne Gewähr.

Unsere Texte und Dateien erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und Aktualität. Die Inhalte dieser Seiten dienen lediglich der Information und stellen keine Rechtsberatung dar.

Insbesondere übernehmen wir für die Richtigkeit der bereitgestellten Inhalte keine Haftung. Der Nutzer ist im Zweifel gehalten, die abgerufenen Informationen individuell nachzuprüfen.

Wir weisen ausdrücklich schon an dieser Stelle darauf hin, dass vorerst bis zum 19. April 2020 die Öffnung generell für uns alle nur unter der Maßgabe erlaubt ist, dass die Maßnahme zwingend medizinisch erforderlich sein muss. Alle Kontakte sind auf ein Minimum zu beschränken.

Das heißt, Sie sollten nur Notfallbehandlungen durchführen.

Fakten, Daten und Empfehlungen zum Coronavirus 2019 nCoV

 

Das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) hat Empfehlungen zum Umgang mit Verdachtsfällen oder bestätigten Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus 2019-nCoV herausgegeben. Im Zentrum steht die rasche Isolierung des Patienten und eine angemessene persönliche Schutzausrüstung des Personals.

In unsere Naturheilpraxis kommen auch Patienten mit Verdacht auf grippale Infekte, Grippe oder auch starkem Husten mit V.a. Keuchhusten. Bei Grippe und Keuchhusten sollten Behandlungsverbote beachtet werden, doch ist dies zuallererst zu diagnostizieren und eine Differentialdiagnose zu stellen.

Das neue Coronavirus weist häufig anfangs eine ähnliche Symptomatik auf. Daher ist anzuraten, Patienten, die Fieber und Husten haben gleich zum Arzt zur Labordiagnostik zu überweisen.

Das klinische Erscheinungsbild einer 2019-nCoV-Infektion reicht von einer asymptomatischen Person bis zu einem Patienten mit sehr schwerer Pneumonie, akutem Atemnotsyndrom, septischem Schock und Multiorganversagen.

Wichtig ist die richtige Einschätzung beim Erstkontakt. Behandler sollten Risikofaktoren und die Klinik der 2019-nCoV-Infektion kennen und wissen, was im Verdachtsfall die empfohlenen Maßnahmen zur Infektionsprophylaxe und zum Umgang mit dem Patienten seien.

Das ECDC geht davon aus, dass 2019-nCoV wie andere Coronaviren in den meisten Fällen von Person zu Person übertragen werden und zwar durch Tröpfcheninfektion. Auch die Berührung von kontaminierten Gegenständen („Fomite“) – etwa Bettzeug, Liegenauflagen, Stethoskop usw. kämen als Überträger infrage. Letzte Meldungen gehen davon aus, dass auch über Fäkalien eine Übertragung stattfinden kann.

Eine aerogene Übertragung (über die Luft über weite Strecken) ist laut ECDC für Coronaviren nicht nachgewiesen, aber auch nicht auszuschließen.

Das ECDC empfiehlt passgenaue FFP2- oder FFP3-Atemmasken, Augenschutz (Schutzbrille oder Gesichtsschutz), langärmelige wasserdichte Schutzkleidung und Handschuhe bei Kontakt mit nachgewiesen Infizierten.

Es werden die gleichen Maßnahmen empfohlen, die auch grundsätzlich zur Vermeidung von Grippe gelten: gute Handhygiene, Husten- und Nies-Etikette sowie Abstand zu Erkrankten halten.

Für die Patienten wird eine Isolierung in einem Einzelzimmer gefordert. Das Personal sollte laut ECDC im Umgang mit Risikopatienten geschult sein.

Inkubationszeit: 2-10 Tage

Alle Kontaktpersonen, also auch Therapeuten, die die Erstdiagnose stellen, sollten bei sich in den 14 Tagen nach der letzten Exposition auf Fieber und respiratorische Symptome achten. Sollten Symptome auftreten ist dringend zum Arztbesuch zu raten und ein Kontakt zu anderen Personen zu vermeiden.

Die Dauer der Infektiosität von 2019-nCoV-Patienten ist laut ECDC nicht bekannt. Schwer erkrankte Patienten können das Virus jedoch über längere Zeit ausscheiden. Die Isolation sollte erst beendet werden, wenn die Patienten beschwerdefrei sind und mit den verfüg­baren Tests keine Viren mehr bei ihnen nachweisbar sind.

(rki, aerzteblatt.de)

 

Praxisöffnung nach Landesrecht

 

Praxisöffnung auf einen Blick

 

Was bei Praxisbetrieb zu beachten ist

 

Die Richtlinien und Empfehlungen des RKI sollten dringend beachtet werden, ebenso die allgemeine Empfehlung, nur in dringenden Fällen tätig zu werden.

Alle Empfehlungen zur Praxishygiene sind hier zu finden:

https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/Krankenhaushygiene/Kommission/kommission_node.html

Nicht gesichert ist, ob das Virus sich durch bloßen Kontakt mit Türklinken oder Toilettensitzen verbreitet. Fest steht jedoch, dass er Erreger auf Plastik- und Metallflächen nachweislich bis zu drei Tagen überlebt.

Daher ist es zum Eigen- aber auch zum Pateientenschutz dringend angeraten, mögliche Infektionsquellen nicht zu behandeln und auf peinliche Hygiene zu achten.

Zur Zeit sind Desinfektionsmittel nur schwer erhältlich. Auf keinen Fall sollten Desinfektionsmittel selbst hergestellt werden, das nötige Wirkspektrum kann nicht erreicht werden.

Aufgrund einer Ausnahmegenehmigung der Bundesregierung, dürfen Desinfektionsmittel nunmehr auch durch Apotheken direkt hergestellt werden. Es sollte daher bei den örtlichen Apotheken erfragt werden, ob diese in der Lage sind Desinfektionsmittel herzustellen und zu liefern.

Fragen Sie bei Bedarf dort nach.

Generell gilt:

· Alle HeilpraktikerInnen, auch beschränkt auf die Psychotherapie, dürfen Praxen weiter für Notfälle (z.B. Schmerz- und Panikpatienten) öffnen.

· Eine Behandlung von Covid-19 – Patienten ist gemäß Infektionsschutzgesetz unzulässig.

Heilversprechen oder Werbung mit einer wirksamen Behandlung ist unzulässig und kann, neben behördlichen Maßnahmen, auch abmhnungen zur Folge haben

· Die Behandlungen mit persönlichem Kontakt müssen auf „medizinisch notwendige Behandlungen“ beschränkt werden.

· Es sind nur Behandlungstermine mit Einzelpatienten erlaubt, keine Paar- / Familien- / Gruppentherapien. Begleitpersonen haben keinen Zutritt zur Praxis

· Während der Behandlung ist ein Abstand von 1,5 m einzuhalten. Das lässt sich z.B. bei Gesprächs- und Verhaltenstherapien oder homöopathischen Behandlungen gut machen, nicht jedoch bei vielen anderen Therapien.

(Dazu heißt es:

Gemäß der geltenden Rechtsverordnung zu Veranstaltungsverboten und Betriebsuntersagungen anlässlich der Corona-Pandemie muss ein Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Kunden eingehalten werden. Das Erfordernis eines Mindestabstands gilt nicht zwischen Kunden und Leistungserbringer, wenn dies im Einzelfall, etwa beim Bezahlvorgang, nicht möglich ist. Die Einhaltung des Mindestabstands auch zwischen Kunden und Dienstleister ist aber immer anzustreben)

· PatientInnen sollten einzeln und zeitlich nacheinander bestellt werden, damit sie sich möglichst nicht begegnen und zwischendurch die Räume, die Sitze, die Türklinken, die Toiletten usw. desinfiziert werden können.

· Ihre Hygiene- und Schutzmaßnahmen sollen den Vorgaben des Robert-Koch-Instituts entsprechen. Zwar sollte bei Ihnen nach den Standardvorgaben bereits eine Schutzkleidung und Atemmaske vorrätig sein, in den wenigsten Fällen ist dies aber praktisch der Fall. Auch würde eine einzelne Ausstattung in diesen Zeiten nicht reichen.

Überprüfen Sie das bitte selbstkritisch bezogen auf Ihre Praxis! Bitte beachten Sie dringend, dass nur gelistete Desinfektionsmittel erlaubt sind.

· Sie sind bereits verpflichtet, Patienten bei der Anmeldung nach einer möglichen Corona-Erkrankung zu fragen. Im Verdachtsfall dürfen Sie diese Patienten nicht in die Praxis bitten.

· Stattdessen überweisen Sie diese Patienten an die Teststellen oder an die Telefonstelle der KV.

· Alle anderen Patienten müssen Sie am Eingang zu möglichen Aufenthalten in Risikogebieten, Kontakt zu erkrankten und möglichen Symptomen abfragen.

· Im Verdachtsfall müssen Sie diese Patienten abweisen und verfahren wie zuvor ausgeführt.

· Daher weisen Sie lieber im Zweifel Pateinten ab, als dass Sie die Behandlung erbringen.

 

Corona-Verdacht: Diagnostik und Vorgehen

 

Bei Verdacht auf eine Erkrankung bei einem Patienten besteht Meldepflicht

Das Bundesgesundheitsministerium hat eine Eilverordnung zur Meldepflicht für das neue Coronavirus erlassen. Danach müssen Ärzte und Heilpraktiker alle Verdachts Krankheits- und Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus namentlich dem örtlichen Gesundheitsamt melden. Verdachtsfälle müssen abgeklärt werden.

Test und Labor

Sie können Ihre Patienten bei Bedarf informieren:

Behandeln darf nur der Arzt! Idealerweise liegt dort auch Schutzkleidung vor, die wir in der Heilpraktikerpraxis nicht haben!

Getestet wird analog zur Influenza-Diagnostik: Influenza-Test-Kit und normale Influenza-Tupfer sowie üblicher Nasen-Rachen-Abstrich.

Bestätigt sich der Verdachtsfall und der Patient ist nur leicht erkrankt, kann er ambulant behandelt werden. Eine stationäre Einweisung ist nicht nötig

Symptome

Die Symptome sind unspezifisch. Am ehesten treten Fieber und Husten auf, Atemnot, Schnupfen, Halsschmerzen, Myalgien und allgemeines Krankheitsgefühl können ebenfalls auftreten. Die Abgrenzung zu anderen respiratorischen Erkrankungen und Grippe ist dadurch nicht einfach.

bei schwerem verlauf kommt es zu Atemproblemen oder einer Lungenentzündung.

Achtung: Neueste Beobachtungen zeigen, dass viele Patienten an einem Geruchs- und Geschmacksverlust und/oder Durchfall leiden.

Eine Infektion sollte bei allen Personen vermutet werden, die aus besonders betroffenen Regionen eingereist sind oder Kontakte zu Infizierten hatten. Die Therapie der Symptome und einer Pneumonie ist rein symptomatisch.

Die Übertragung von Mensch zu Mensch ist unstrittig. Die Inkubationszeit soll rund 10 Tage betragen (1–14 Tage). Für den Verdachtsfall hält das Robert Koch-Institut ein Schema zur Abklärung bereit. Die WHO gibt an, dass jeder Infizierte etwa 2,6 Personen anstecken kann. Ob und wie sich die Infektiosität verändern könnte – zum Beispiel zu einem Super-Spreader –, ist unklar.

Verhalten in Praxen

Falls ein begründeter Verdacht vorliegt, sind die Patienten an das Gesundheitsamt zu verweisen oder am Krankenhaus vorzustellen, da Kliniken in der Regel über größere Bestände an Schutzausrüstung verfügen. Bitte jedoch Patienten nicht ohne Indikation in die Notfallpraxen / Notaufnahmen der Krankenhäuser schicken. Dies brächte die Krankenhausambulanzen im Zweifel zum Kollaps.

Begründete Verdachtsfälle (laut RKI)

Patienten bei Verdacht nicht in die Praxis einbestellen!

Es sollten alle Personen eine Abklärung vornehmen lassen, die entweder Kontakt zu einem bestätigten Fall hatten oder innerhalb der letzten 14 Tage in einem der vom Robert Koch Institut (RKI) genannten Risikogebiete gewesen sind und Symptome (bereits bei leichten Erkältungssymptome) aufweisen.

Treffen diese Kriterien zu, sollten diese Personen zu Hause bleiben und zeitnah die Notfallnummern anrufen. Dort kann man erfahren, wo und wann ein Test möglich ist.

Hotline des bayerischen Gesundheitsamtes: Telefon 09131 6808-5101

Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) hat eine Hotline mit Ärzten eingerichtet. Das Landesamt bietet auf seiner Webseite auch vielfältige Informationen zu Sars-CoV-2 an.

Bundesweite Hotline der Kassenärzte: Telefon 116 117

Dies ist keine allgemeine Info-Hotline sondern nur für erkrankte Patienten gedacht.

Viele Gemeinden und Landkreise haben bereits weitere Hotlines eingerichtet.

Meldung von Verdachtsfällen sowie bestätigten Infektionen

Bei Verdacht und bestätigtem Fall unbedingt besteht Meldepflicht.

Nachdem die Testung bereits dem Arzt überlassen wird, liegt die Meldung in der Regel auch im Aufgabenbereich der Arztpraxen oder Labors.

Danach muss eine namentliche Nennung über die Veranlassung der Diagnostik sowie das Untersuchungsergebnis (positiv/negativ) an das Gesundheitsamt erfolgen.

Keine Meldung des Verdachts erfolgt, wenn Patienten ohne Aufenthalt in einem Risikogebiet oder mit Kontakt zu bestätigtem COVID-19-Fall getestet werden.

 

Telefon- und Videokontakte

 

Für KollegInnen, die auf Telefon- und Videoberatungen ausweichen.

Solche Fernbehandlungen dürfen nur in engem Rahmen stattfinden, wenn der Patient zuvor bereits in der Praxis vorstellig war. Bei einer Fernbehandlung müssen alle sonst üblichen Pflichten aus dem Behandlungsvertrag eingehalten werden (Aufklärung, Information, Sorgfalt…)

Eine Werbung für Fernbehandlung ist verboten. Erlaubt ist nur eine Fernberatung.

Denken Sie bei Veröffentlichung Ihres Angebots daran.

Nach dem Datenschutzgesetz muss schließlich auch auf die Sicherheit des Videokanals geachtet werden. Sichern Sie sich beim Patienten durch entsprechenden Passus im Behandlungsvertrag ab, indem Sie darauf hinweisen, dass die Vertraulichkeit nicht immer gewährleistet werden kann.

Einen ausführlichen Artikel "Corona: Was Sie zur Online-Sprechstunde/ Fernberatung wissen sollten" finden Sie in unserem Downloadbereich unter Vorschriften - Richtlinien - Leitfäden (https://www.dhp-ev.de/mitgliederbereich/downloadbereich).

 

Allgemeine Informationen zur Praxisführung Arbeitsrecht/Betriebsrisiko

 

Praxisinhaberinnen und -inhaber tragen grundsätzlich das unternehmerische Betriebsrisiko. Sollte es zu größeren krankheitsbedingten Ausfällen in der Praxis kommen, so ist die Praxisinhaberin oder Praxisinhaber berechtigt, Überstunden einseitig anzuordnen um den Praxisausfall zu kompensieren. Aufgrund der arbeitsvertraglichen Treuepflicht sind Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in diesen Situationen verpflichtet, Arbeiten auch über das arbeitsvertraglich Vereinbarte hinaus zu übernehmen.

Im Falle von Lieferengpässen, bspw. von notwendiger Schutzkleidung, ist ein Antrag auf Kurzarbeit bei der Agentur für Arbeit zu prüfen. Weiterhin kann zunächst auch der Abbau von Überstunden und Resturlaub angeordnet werden.

Für den Fall einer nicht vermeidbaren vorübergehenden Schließung der Praxis, ist zu prüfen, ob ggf. eine bestehende Praxisausfallversicherung für die Unterbrechung des Praxisbetriebes aufkommt. Wenn eine Praxisausfallversicherung besteht, ist der Versicherer zu kontaktieren.

Behördliche Maßnahmen

Sollte in der Praxis ein Infektionsfall auftreten und die Praxis deshalb geschlossen werden müssen oder wird die Allgemeinverfügung auf Heilpraktiker ausgedehnt, so gilt:

Gemäß § 56 Abs. 1 Infektionsschutzgesetz (IfSG) erhält derjenige, der als Ausscheider, Ansteckungsverdächtiger, Krankheitsverdächtiger oder als sonstiger Träger von Krankheitserregern im Sinne von § 31 Satz 2 IfSG beruflichen Tätigkeitsverboten unterliegt oder unterworfen ist und dadurch einen Verdienstausfall erleidet, eine Entschädigung in Geld.

Das gleiche gilt für Personen, die als Ausscheider oder Ansteckungsverdächtige abgesondert werden (Quarantäne), bei Ausscheidern jedoch nur, wenn sie andere Maßnahmen nicht befolgen können. Hinsichtlich der einzelnen Begriffsbestimmungen wird auf § 2 IfSG verwiesen. Die Entschädigung erfolgt in Höhe des Krankengeldes, das auch die gesetzliche Krankenkasse zahlen würde: Das sind 70 Prozent des Bruttogehalts, aber nicht mehr als 90 Prozent des Nettogehalts. Zudem ist die Summe auf 109,38 Euro pro Tag gedeckelt.

Entschädigungen werden auch für selbständig Tätige geleistet.

(Infektionsschutzgesetz IfSG § 56)

Anspruch haben sowohl Praxisinhaber als auch angestellte Mitarbeiter.

Weitere Informationen unter

https://www.regierung.oberbayern.bayern.de/aufgaben/37198/40425/leistung/leistung_53462/index.html

Freistellung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern

Arbeitgeber können im Einzelfall Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auch von ihrer Arbeitspflicht freistellen. Das Suspendierungsinteresse überwiegt regelmäßig dann, wenn Grund für die Annahme einer Erkrankung besteht, die zu einer Arbeitsunfähigkeit führt. Auch eine Gesundheitsgefährdung anderer Arbeitnehmerinnen oder Arbeitnehmer kann eine Freistellung begründen. Die Fortzahlung der Vergütung für die freigestellte Person beträgt maximal 6 Wochen.

Krankschreibung

Seit 9. März 2020 dürfen Ärztinnen und Ärzte Patienten, die am Telefon über Beschwerden der oberen Atemwege klagen, maximal sieben Tage arbeitsunfähig schreiben. Das haben der GKV-Spitzenverband und die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) vereinbart.

Die Vereinbarung gilt zunächst für vier Wochen. Voraussetzung für das Ausstellen der Krankmeldung ist, dass die Patienten nur leicht erkrankt und die oberen Atemwege betroffen sind. Sie dürfen keine schwere Symptomatik vorweisen oder Kriterien des Robert Koch-Instituts (RKI) für einen Verdacht auf eine Infektion mit COVID-19 erfüllen.

 

Einsatz von Homöopathie gegen Corona

 

Auch die Homöopathie kann auf keine validen Daten verweisen, die auf eine nachweisbare Heilung dieser Infektionskrankheit mit potenzierten Arzneimitteln hinweisen. Dass es in der Vergangenheit glaubwürdige Berichte über die erfolgreiche homöopathische Bekämpfung von potentiell epidemischen Infektionskrankheiten gab, ändert an der aktuellen Situation nichts.

Es gab bereits in den letzten Jahren z.B. die Pandemie H1N1 (2009/10). Damit bezeichnet wurde das globale Auftreten von Influenza-Erkrankungen, die durch eine im Jahr 2009 entdeckte Influenzavirus-Variante des Subtyps A(H1N1) (A/California/7/2009 (H1N1) und weiteren mit diesem genetisch eng verwandten Subvarianten hervorgerufen wurde. Die Erkrankung wurde umgangssprachlich häufig als Schweinegrippe, von offiziellen Stellen eher als Neue Grippe bezeichnet.

Das Schwere Akute Respiratorische Syndrom (englisch severe acute respiratory syndrome, SARS) ist eine Infektionskrankheit, die erstmals im November 2002 in der südchinesischen Provinz Guangdong beobachtet wurde. Laut dem Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin in Hamburg entspricht das klinische Bild einer atypischen Lungenentzündung (Pneumonie). Der Erreger von SARS war ein bis dahin unbekanntes Coronavirus, das man mittlerweile als SARS-assoziiertes Coronavirus (SARS-CoV) bezeichnet. Der erste größere Ausbruch der Krankheit war bisher die SARS-Pandemie 2002/2003 mit etwa tausend Todesopfern.

Nun haben wir wieder eine Pandemie. Verantwortlich dafür ist ein, dem SARS-Coronavirus verwandter Typus, das SARS-CoV-2 (offizielle Bezeichnung des neuartigen Coronavirus, anfangs 2019-nCoV) und COVID-19 (offizielle Bezeichnung der Erkrankung durch das neuartige Coronavirus).

Gegen all diese neuen Herausforderungen gibt es kein Homöopathikum, auch keine Nosode. Der angesehene Arzneimittelhersteller „Remedia“ veröffentlicht sogar auf seiner Webseite folgenden Hinweis:

„Corona:

Aus gegebenem Anlass möchten wir darauf hinweisen, dass wir keine Corona-Nosode im Sortiment haben. Keine Spezies aus der Familie der Coronaviren wurde von uns verarbeitet.“

Der Verband Klassischer Homöopathen Deutschlands (VKHD) veröffentlichte gestern einen eindringlichen Aufruf, dem wir uns in vollem Umfang anschließen:

Finger weg!!

Wichtige Stellungnahme des VKHD zu Corona!

Lesen Sie den ganzen Beitrag hier:

https://www.vkhd.de/neueste-beitraege/item/710-finger-weg

Auch machen wir die Beobachtung, dass Arzneimittelhersteller ihre Präparate massiv bewerben und unter anderem suggerieren, damit könne das Immunsystem ausreichend gestärkt werden, um der Ansteckungsgefahr zu trotzen.

Hinterfragen Sie diese Post. Es ist nichts über dieses Virus bekannt und ein immunstarker Körper kann auch ohne plötzliche Zusatzmaßnahmen so einiges abwehren. In der Regel wirken kurzfristige Maßnahmen nur bedingt, der Schutz sollte langfristig aufgebaut werden. Mit jedem immunschwachen Patienten setzen Sie sich zusätzlicher Ansteckungsgefahr aus, da wir keine ausreichenden Schutzmaßnahmen in unserer Praxis haben. Dies gilt erst recht bei einem Angebot „unterstützender“ Behandlungen. Hierauf sollten Sie bei bereits infizierten Patienten verzichten, Sie kommen sonst in die Verbotszone des Infektionsschutz-Gesetzes.
 

Soforthilfeangebot Bund und Länder (BY, B-W)

 

Sollte Ihre Praxis wirtschaftlich von der Corona Krise betroffen sein, so können Sie unter Umständen vom Bund oder vom Land Unterstützung bekommen.

Es gibt Varianten, weshalb Sie in wirtschaftliche Not kommen können:

Sie schließen Ihre Praxis von sich aus

Sofortprogramm von Bund/Land

Sie und / oder Ihre Praxis wird unter Quarantäne gestellt oder Sie dürfen aufgrund einer allgemeinen Untersagung nicht mehr arbeiten.

Entschädigung nach dem Infektionsschutzgesetz möglich (§56)

Die Entschädigung wird bei Selbständigen auf Basis von 1/12 des Arbeitseinkommens (Paragraf 15 Sozialgesetzbuch IV) des Vorjahres berechnet. ). Sollten sie zu den Betroffenen gehören, empfehlen wir Ihnen, sich eine Kopie der Quarantäneanordnung / Untersagungsverfügung aushändigen zu lassen und möglichst umgehend den Antrag zu stellen.

Sie sind selbst erkrankt und schließen aus diesem Grund:

Sie bekommen je nach Ihrem Versicherungsstatus (nach 6 Wochen) entweder Krankengeld von Ihrer Krankenkasse oder ggf. Ausgleichszahlungen von Ihrer Berufsunfähigkeits- bzw. Betriebsausfallversicherung, fragen Sie im Zweifel dort nach.

Die Vielzahl der staatlichen Zuschüsse sollten zuerst und so gut wie möglich genutzt werden, ehe Kredite aufgenommen werden. Alle Kredite belasten die Bilanz und schwächen die Aussichten für die Zukunft.

 
 

Ausklappen um mehr über die jeweilige Hilfe zu erfahren

Bund

Corona-Soforthilfe für Kleinstunternehmen und Soloselbständige verabschiedet

Der Bund hat wichtige Informationen in einer Broschüre zusammengefasst:

Die Bundesregierung bereitet ein Programm vor, das angesichts der Corona-Probleme Kleinstunternehmen aus allen Wirtschaftsbereichen Soforthilfe leisten soll. Dazu gehören auch Soloselbständige und Angehörige der Freien Berufe.

Es geht vor allem um solche Unternehmen und Unternehmer, die in der Regel keine Kredite erhalten und über keine Sicherheiten oder weitere Einnahmen verfügen. Dafür werden bis zu 50 Milliarden Euro bereitgestellt.

Eckpunkte des Soforthilfe-Programms

Eckpunkte Corona-Soforthilfe fuer Kleinstunternehmen und Soloselbstaendige

Das Programm soll die wirtschaftliche Existenz der Antragsteller sichern und ihnen bei der Überbrückung von akuten Liquiditätsengpässen helfen.

Zielgruppe:

Förderberechtigt sind Kleinstunternehmen aus allen Wirtschaftsbereichen, Soloselbständige und Angehörige der Freien Berufe.

Umfang der finanziellen Hilfe

Diese Zielgruppen können nach folgender Staffelung Soforthilfe erhalten:

bis zu fünf Beschäftigten: bis zu 9.000 Euro Einmalzahlung für drei Monate

bis zu zehn Beschäftigte: bis zu 15.000 Euro Einmalzahlung für drei Monate

Die Beschäftigtenzahlen beziehen sich auf Vollzeitäquivalente. Teilzeitkräfte können also auf Vollzeit umgerechnet werden.

Spezielle Fördervoraussetzungen und Antrag

Voraussetzung der Förderung sind wirtschaftliche Schwierigkeiten in Folge von Corona. Das Unternehmen darf vor März 2020 nicht in wirtschaftlichen Schwierigkeiten gewesen sein, der Corona-Schaden darf erst nach dem 11. März 2020 eingetreten sein. Im Förderantrag ist dementsprechend zu versichern, dass bedingt durch die Corona-Pandemie die Existenz bedroht ist bzw. ein Liquiditätsengpass vorliegt.

Wenn die genannten Voraussetzungen nicht erfüllt sind, werden Zuschüsse ggf. zurückgefordert.

Förderantrag

Die Förderrichtlinie zu der Soforthilfe des Bundes und das Antragsformular werden derzeit ausgearbeitet. Sie stehen voraussichtlich in der Woche vom 29. März zu Verfügung. Auch wurde noch nicht bekanntgegeben, wo die Anträge final zu stellen sind.

Steuerliche Behandlung der Förderung

Bei der Steuerveranlagung für die Einkommens - oder Körperschaftsteuer im kommenden Jahr wird der Zuschuss gewinnwirksam berücksichtigt.

Baden-Württemberg

Soforthilfe wird gewährt.

Ausführliche und sehr gute Informationen sind zu lesen unter:

https://wm.baden-wuerttemberg.de/de/service/foerderprogramme-und-aufrufe/liste-foerderprogramme/soforthilfe-corona/

Die Unternehmen sollen bei der Sicherung ihrer wirtschaftlichen Existenz und Überbrückung von akuten Liquiditätsengpässen, u.a. für laufende Betriebskosten wie Mieten, Kredite für Betriebsräume, Leasingraten u.Ä., durch einen Zuschuss unterstützt werden.

Liquiditätsengpässe oder Umsatzeinbrüche, die bereits vor dem 11. März 2020 (Pandemie-Erklärung WHO) entstanden sind, sind daher nicht förderfähig.

Die Soforthilfe erfolgt im Rahmen eines einmaligen, nicht rückzahlbaren Zuschusses, ist gestaffelt nach der Zahl der Beschäftigten und beträgt bis zu:

9.000 Euro für drei Monate für antragsberechtigte Soloselbstständige und Antragsberechtigte mit bis zu 5 Beschäftigten,

15.000 Euro für drei Monate für Antragsberechtigte mit bis zu 10 Beschäftigten,

30.000 Euro für drei Monate für Antragsberechtigte mit bis zu 50 Beschäftigten

Die Obergrenze für die Höhe der Förderung entspricht dem unmittelbar infolge der Corona-Pandemie verursachten Liquiditätsengpass oder entsprechenden Umsatzeinbruch, maximal jedoch den oben genannten Förderbeträgen.

Die Anzahl der Beschäftigten ergibt sich aus der Berechnung der Vollzeitäquivalente, die anhand der Regelungen der KMU-Definition der EU erfolgt. Unternehmen mit bis zu 10 Beschäftigten dürfen ihre Auszubildenden bei der Beschäftigtenzahl voll anrechnen.

Antragsberechtigt sind Unternehmen mit Hauptsitz in Baden-Württemberg. Anträge dürfen nur von Unternehmen gestellt werden, die noch keine vergleichbare Hilfe für eine möglicherweise in einem anderen Bundesland oder in Baden-Württemberg bestehende Betriebsstätte beantragt oder erhalten haben. Die Anträge sind in diesem Zusammenhang von dem Hauptsitz des Unternehmens zu stellen.

Antragsformular Soforthilfe Corona (PDF)

Die Soforthilfe ist eine finanzielle Überbrückung für kleine und Kleinstunternehmen sowie Freiberufler, die aufgrund der Corona-Krise in eine existenzielle Notlage geraten sind. Vorsorglich wird darauf hingewiesen, dass eine Beantragung ohne diese Voraussetzung zu erfüllen, Betrug ist. Der Betrugstatbestand sieht eine Geldstrafe oder sogar eine Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahren vor. Falsche Versicherungen an Eides Statt sind ebenso strafbar. Es wird um Verständnis gebeten, dass jeder Fall, der bekannt wird, zur Anzeige gebracht wird und eine möglicherweise bereits gewährte Soforthilfe zurückzuzahlen ist. Weitere Informationen hierzu finden Sie in der Richtlinie zur Soforthilfe (PDF)

Hilfe und Beratung:

Freie Berufe

Institut für Freie Berufe (IFB): 0911 / 23 565 28, gruendung@ifb.uni-erlangen.de

Bayern

Bayern hat bereits einen Härtefallfonds eingeführt, die für Unternehmen bis zu 10 Mitarbeitern etwas niedrigere Fördergrenzen vorsieht, dafür Unternehmen bis zu 250 Mitarbeiter unterstützen kann. Das Programm des Bundes wird im Freistaat so umgesetzt, dass das jeweils für das Unternehmen günstigere Soforthilfeprogramm (Bund/Land) herangezogen wird.

https://www.stmwi.bayern.de/soforthilfe-corona/

Anträge können von gewerblichen Unternehmen und selbstständigen Angehörigen der Freien Berufe (bis zu 250 Erwerbstätige) gestellt werden, die eine Betriebs- bzw. Arbeitsstätte in Bayern haben.

Liquiditätsengpass bedeutet, dass keine (ausreichende) Liquidität vorhanden ist, um z. B. laufende Verpflichtungen zu zahlen. Vor Inanspruchnahme der Soforthilfe ist verfügbares liquides Privatvermögen einzusetzen. Das heißt, nicht anzurechnen sind z. B. langfristige Altersversorgung (Aktien, Immobilien, Lebensversicherungen, etc.) oder Mittel, die für den Lebensunterhalt benötigt werden.

Vorsorglich wird darauf hingewiesen, dass der Antragssteller an Eides statt versichert, alle Angaben im Antragsformular nach bestem Wissen und Gewissen und wahrheitsgetreu gemacht hat.

Die Soforthilfe ist gestaffelt nach der Zahl der Erwerbstätigen und beträgt:

bis zu 5 Erwerbstätige 5.000 Euro,

bis zu 10 Erwerbstätige 7.500 Euro,

bis zu 50 Erwerbstätige 15.000 Euro,

bis zu 250 Erwerbstätige 30.000 Euro.

Zur Umrechnung von Teilzeitkräften und 450 Euro-Jobs in Vollzeitäquivalente:

Mitarbeiter bis 20 Stunden = Faktor 0,5

Mitarbeiter bis 30 Stunden = Faktor 0,75

Mitarbeiter über 30 Stunden = Faktor 1

Mitarbeiter auf 450 Euro-Basis = Faktor 0,3

https://www.bayern.de/bayerns-schutzschirm-gegen-corona/

Antragsformular zum Download

https://www.stmwi.bayern.de/fileadmin/user_upload/stmwi/Themen/Wirtschaft/Dokumente_und_Cover/2020-03-17_Antrag_Soforthilfe_Corona.pdf

Zuständige Bewilligungs- und Vollzugsbehörden können Sie einsehen unter:

https://www.stmwi.bayern.de/soforthilfe-corona/

Es wird dringend gebeten, keine Förderanträge an das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie zu schicken bzw. zu mailen. Die Anträge sollen bis spätestens 31.12.2020 eingereicht (Mail, Post) werden. Die Höhe des Liquiditätsengpasses muss konkret angegeben sein, sonst erfolgt keine Bearbeitung.

Die bayerische Staatsregierung führt dazu aus:

Das Coronavirus infiziert auch die Wirtschaft. Massivste Umsatzeinbußen drohen, Betriebe stehen vor dem Aus, Steuereinnahmen brechen ein.

Das trifft Unternehmer, Arbeitnehmer und den Staat.

Deshalb haben wir entschieden: Wir werden alles tun, was notwendig ist, um die bayerische Wirtschaft zu stützen: whatever it takes!

(…) Dazu gehören weitere unbürokratische Soforthilfen für Betriebe, die teilweise Übernahme von fälligen Mietzahlungen und Darlehenszahlungen von Unternehmen, wenn sie auch in der Krise ihre Mitarbeiter im Betrieb behalten.

Das Programm umfasst:

Aussetzung der Stromsteuer und der EEG-Umlage .

Massive Steuerstundungen ohne Zinszahlungen.

Der Bürgschaftsrahmen der LfA Förderbank Bayern – dem bayerischen Pendant zur KfW des Bundes – wird von bisher 100 Millionen Euro auf 500 Millionen Euro erhöht.

Wir zahlen direkte Soforthilfe an alle Betriebe, die durch die Maßnahmen unmittelbar in Not geraten sind. Diese Hilfe richtet sich vor allem an Wirte, Tourismusbranche, Taxler, Messebauer, aber auch Handel und alle Kulturschaffende, kurz: an den Mittelstand, vor allem die kleineren Betriebe.

Sie erhalten eine schnelle und unbürokratische Soforthilfe von 5.000 Euro bis zu 30.000 Euro, die nicht zurückgezahlt werden muss.

Die Formulare dafür sind seit gestern online. Die Auszahlung erfolgt ab Freitag über die Bezirksregierungen und die Landeshauptstadt München.

Weitere Adressen:

Anträge können geschickt werden an folgende Adressen

Betriebe in München: wirtschaft-corona@muenchen.de

Betriebe in Oberbayern: soforthilfe_corona@reg-ob.bayern.de

Betriebe in Niederbayern: soforthilfe-corona@reg-nb.bayern.de

Infos über IHK-Hotline 089 51160

Formular Liquiditätsplan: https://www.ihk-muenchen.de/businessplan/.de

Stundung von Sozialversicherungsbeiträgen

 

Wichtig für Praxisinhaber, die Angestellte haben:

Im Rahmen des Gesetzespakets zur Corona-Nothilfe wurde beschlossen, allen von der Krise betroffenen Unternehmen die Möglichkeit einzuräumen, sich die Sozialversicherungsbeiträge für März und April 2020 stunden zu lassen.

Die Unternehmen können sich direkt unter Bezug auf die Notlage und § 76 SGB IV direkt an die für sie zuständige Krankenkasse wenden.Eien Musterschreiben können wir zur Verfügung stellen.

 

Informationen zu Masken/ Mund-Nasen-Schutz

 

Maskenpflicht

Ab dem 26.04.2020 ist es in Bayern und vielen Bundesländern Pflicht, in Geschäften oder öffentlichen Verkehrsmitteln Masken zu tragen. In der Praxis gehört der Mund-Nasen-Schutz seit Wochen zur verpflichtenden Schutzausrüstung.

Hier ein kurzer Überblick, was Sie zu Masken wissen sollten

Masken-Überblick

Selbstgemachte Masken: Im Netz kursieren zahlreiche Schnittmuster und Faltanleitungen für einen selbstgemachten Mundschutz. Die Schutzeigenschaften hängen stark von Material und Nutzung ab. Fest gewebte sind besser geeignet als leicht gewebte Stoffe. Eine wissenschaftlich nachgewiesene Schutzwirkung haben die Masken nicht. Es wird aber vermutet, dass sie das Risiko einer Ansteckung verringern, weil sie den Tröpfchenauswurf reduzieren und das Bewusstsein für achtsamen Umgang mit sich und anderen unterstützen können. Hygienevorschriften und Abstandsregeln sollten trotzdem eingehalten werden.

Hantieren mit Stoffmasken:

- auf dichten Stoffachten, je dichter, desto weniger Tröpfchen gelangen nach außen, d.h. größrere Schutz für den anderen

- Die Maske soll Mund und Nase abdecken und an den Wangen eng anliegen

- Vor dem Aufziehen und nach dem Absetzen die Hände gründliche mit Seife waschen oder desinfizieren

- Wenn der Stoff durchfeuchtet ist, unbedingt die Maske tauschen

- Nach dem Abnehmen die Maske in einen Plastikbeutel luftdicht verschlossen aufbewahren oder sofort waschen

- Reinigung in der Waschmaschine am besten ab 60 Grad C mit Vollwaschmittel

(Quelle: Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

Mund-Nasen-Schutz: Klinikübliche Papier-Masken:

Auch diese Masken dienen vor allem dem Schutz von Mitmenschen. In medizinischen Einrichtungen sind sie derzeit häufig knapp. Der sogenannte Mund-Nasen-Schutz fängt ebenfalls Flüssigkeitsspritzer und Tröpfchen in der Ausatemluft der tragenden Person ab. So kann das Risiko, eine andere Person durch Husten, Niesen oder Sprechen anzustecken, verringert werden. Den Träger können sie auch vor größeren Tröpfchen aus der Umgebung schützen. Einen ausreichenden Schutz vor Viren und Bakterien bieten auch sie nicht, weil die Masken nicht abschließend auf dem Gesicht sitzen. So können etwa kleine Tröpfchen in der Luft eingeatmet werden. Auch mit diesen Masken gelten weiter die Regeln für Händehygiene und Sicherheitsabstand.

FFP-Masken: Die Abkürzung FFP steht für Filtering Face Piece - also etwa filternder Gesichtsschutz. Sie werden in drei Schutzklassen unterschieden: 1, 2 und 3. Sie schützen in unterschiedlichen Graden vor festen und flüssigen Partikeln, wobei 3 die höchste Schutzklasse darstellt. Um sich vor Corona-Viren zu schützen, empfehlen Experten Masken der Klasse 2 und 3. Weil der Filter einer FFP-3-Maske sehr dicht ist, fällt das Atmen damit schwer. Die Maske kann daher nur für kurze Zeiträume getragen werden. Die medizinischen Masken inklusive der OP-Masken sind derzeit häufig knapp. Viele Experten plädieren darum dafür, diese Schutzmasken primär Krankenhäusern, Arztpraxen und Pflegeheimen vorzubehalten.

Unterschätztes Infektionsrisiko ohne Maske

Nicht nur das strikte Einhalten der Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen ist entscheidend, um die COVID-19-Pandemie einzudämmen. Auch die Bedingungen in den eigenen vier Wänden beeinflussen die Übertragungsrate von SARS-CoV-2.

Auch in den eigenen vier Wänden sollte an Coronaprävention gedacht werden

Wird die ohnehin schon trockene Luft in Innenräumen aufgeheizt, nimmt die relative Luftfeuchtigkeit ab – auf Werte um die 20 %. Unter solchen Bedingungen wird das Atemwegsepithel geschädigt, die Zilien sind weniger in der Lage, Viruspartikel loszuwerden und es wird vermehrt Mucin produziert. Schließlich arbeitet auch das Immunsystem in trockener Luft weniger effektiv gegen Pathogene. Viruspartikel werden unter diesen Bedingungen sehr leicht übertragen, wie eine Studie der Yale-Universität mit Nagern gezeigt hat.

Luftbefeuchter können helfen

Das heißt, gerade drinnen droht Infektionsgefahr. Das Haus nicht zu verlassen, um sich vor „Erkältung“ zu schützen, erfüllt also nicht den gewünschten Zweck. Im Gegenteil: Die meisten viralen Ansteckungen passieren in geschlossenen Räumen.

Doch auch in feuchtem Milieu droht Gefahr: Infektiöse Tröpfchen halten sich unter diesen Bedingungen nicht lange in der Luft, sondern fallen einfach auf Oberflächen und die enthaltenen Viren können dort länger überleben. Dies relativiert die Vorteile einer höheren Feuchtigkeit im Hinblick auf die Tröpfchentransmission etwas. Häufiges Händewaschen bleibt deshalb wichtig, so die Autoren.

(Quellen:
1. Moriyama M et al. Annu Rev Virol 2020; DOI: 10.1146/annurev-virology-012420-022445
2. Pressemitteilung Yale University)

 

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